Diese Heiligen des Monats August haben viel gemeinsam

Die Heiligen Alfons Maria von Liguori, Johannes Maria Vianney, Edith Stein, Maximilian Maria Kolbe, Monika und Augustinus (von links nach rechts)
Foto: gemeinfrei

Im Monat August feiert die Kirche bedeutsame Feste, wie die Verklärung des Herrn und Maria Himmelfahrt, und große Heilige, wie den heiligen Dominikus oder den heiligen Bernhard von Clairvaux. Im August gibt es auch sechs große Heilige, deren Feste - paarweise - nahe beieinander liegen und die viel gemeinsam haben:

 

Heilige der Buße: Alfons Maria von Liguori und Johannes Maria Vianney

Anfang August feiern wir den Gedenktag der heiligen Alfons Maria von Liguori (1. August) und des heiligen Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney (4. August). Beide sind dafür bekannt, die Gläubien voll Eifer zum Bußsakrament bewegt zu haben.

Alfons Maria von Liguori ist Kirchenlehrer und Gründer der Redemptoristen. Mit 16 Jahren wurde er Doktor der Rechtswissenschaften. 1723 verlor er einen wichtigen Prozess. Er begann, über sein Leben nachzudenken,gab seine Karriere auf und wurde Priester. 1745 schrieb er seine ersten Andachtswerke und 1748 veröffentlichte er die erste Ausgabe seines Manuals zur Moraltheologie. Alfons gilt als einer der größten Moraltheologen in der Geschichte der Kirche. 1950 erklärte ihn Papst Pius XII. zum Schutzpatron der Beichtväter und Moraltheologen.

Der heilige Pfarrer von Ars wird ebenfalls als einer der wichtigsten Beichtväter und als Patron der Pfarrer verehrt. Als Sohn einer Bauersfamilie wurde er in der Nähe von Lyon (Frankreich) geboren; die schrecklichen Kriege Napoleons hinderten ihn daran, ins Seminar einzutreten. Als er endlich als Priesteramtskandidat studieren konnte, hatte er durch seine Unfähigkeit, Latein zu lernen, große Schwierigkeiten. Letztendlich wurde er aufgrund seiner Güte geweiht und in das Dorf Ars im Kanton Villars-les-Dombes geschickt. Dort – so dachten seine Vorgesetzten – könne er keinen Schaden anrichten.

Die Menschen kamen nach Ars, um zu beichten, seine Rat einzuholen, seine Predigten zu hören. Mit der Zeit wurde es so, dass er bis zu 18 Stunden täglich im Beichtstuhl saß. Ähnlich wie beim heiligen Alfons – der am Ende aus der Kongregation, die er selbst gegründet hatte, geworfen wurde – gab es auch beim heiligen Johannes Maria Priester, die eifersüchtig auf ihn wurden, und sich beim Bischof beschwerten. Sie behaupteten, er sei verrückt oder geistig labil. Der berühmte Bischof antwortete, er wünsche sich, dass alle seine Priester so verrückt seien. Der Priester von Ars starb, während er einem bereuenden Sünder zuhörte.

 

Heilige der Konzentrationslager: Edith Stein und Maximilian Maria Kolbe

Am 9. und 14. August ehren wir zwei Heilige, die Opfer der Schrecken des Nationalsozialmus wurden und "moderne" Heilige sind: die heilige Edith Stein und den heilige Maximilian Maria Kolbe.

Die heilige Edith Stein, auch bekannt als Schwester Teresia Benedicta vom Kreuz, hatte vom Judentum zum Katholizismus konvertiert. Sie war Karmelitin, Philosophin und geistliche Schriftstellerin. In einer jüdischen Familie geboren, gab sie zunächst das Judentum auf und wurde Atheistin, bevor sie dann, auch durch die Philosophie, ihren Weg zum Katholizismus fand. Sie nahm den katholischen Glauben an, nachdem sie in Philosophie die Phänomenologie und den Thomismus studiert und die Autobiographie der heiligen Teresa von Avila gelesen hatte. 1934 trat sie in den Karmel ein und wurde 1938 heimlich aus Deutschland in die Niederlande gebracht, um den Nazis zu entkommen. 1942 wurde sie dort mit ihrer Schwester Rosa (die ebenfalls konvertiert hatte) von der Gestapo verhaftet. Sie starb wahrscheinlich am 9. August in den Gaskammern von Auschwitz. Papst Johannes Paul II. hat sie 1998 heiliggesprochen und im folgenden Jahr zur Patronin Europas ernannt - zusammen mit der heiligen Birgitta von Schweden und der heiligen Katharina von Siena.

Der heilige Maximilian Maria Kolbe war Franziskanerpater, Theologe und Märtyrer. Der 1894 geborene Pole trat mit 17 Jahren bei den Franziskanern ein, studierte in Rom und wurde 1918 zum Priester geweiht. Wie die heilige Edith Stein war er mit einem bemerkenswerten Verstand gesegnet. Er war ein talentierter Mathematiker und Wissenschaftler, zudem Journalist. Seine Schriften erregten den Hass der Nazis, und als die Deutschen 1939 Polen überfielen, wurde Kolbe mehrmals verhaftet und schließlich nach Auschwitz gebracht. In seiner Gefangener wurde er von SS-Wachen gefoltert, weil er katholischer Priester war. Beständig half er seinen Mitgefangenen. Er starb am 14. August 1941, nachdem er den Platz des verheirateten Familienvaters Franciszek Gajowniczek eingenommen hatte, der mit neun anderen Häftlingen als Strafe für die Flucht eines eines Mithäftlings zum Tod im Hungerbunker verurteilt worden war.

 

Heilige, die verwandt waren: Die heilige Monika und der heilige Augustinus

Ende August folgen die zwei Feste der heiligen Monika (27. August) und ihres Sohnes, des heiligen Augustinus (28. August) aufeinander.

Jahre lang und unter viele Tränen hatte die heilige Monika dafür gebetet, dass ihr brillanter, aber rebellischer Sohn zur Besinnung kommen und sein zügelloses Leben bereuen möge. Sie hörte nie auf, zu beten und zu warten - und am Ende wurden ihre Gebete erhört. Die endgültige Bekehrung ihres Sohnes erfolgte auch unter dem Einfluss des heiligen Ambrosius von Mailand. Monika war dort, in Mailand, um die Taufe durch Ambrosius mitzuerleben. Sie starb am 27. August 387 in Ostia bei Rom.

Augustinus gilt als der größte der westlichen Kirchenväter. Er hatte enormen Einfluss auf die christlichen Theologie und die westliche Zivilisation. Nichts davon wäre passiert, wenn seine Mutter ihn aufgegeben hätte.

Ursprünglich veröffentlicht im National Catholic Register und bearbeitet für ACI Prensa von Diego López Marina. 

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