UPDATE: Entführte Claretiner sind am Leben

Priester (Referenzbild)
Foto: Wikipedia (CC-BY-SA-3.0)
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UPDATE um 15:42 Uhr: Die entführten Ordensmänner sind am Leben. "Wir wissen, dass unsere entführten Mitbrüder leben und es scheint, dass sie sich in einem guten Gesundheitszustand befinden", so Pater Joseba Kamiruaga, Generalsekretär der Claretiner laut einer Meldung der Agentur "Fides".

"Anscheinend wurde auch der Fahrer, ein Laie entführt ", so Pater Kamiruaga weiter. "Die entführten Personen, also insgesamt vier, waren auf dem Weg in die englischsprachige Region, um den unter dem Bürgerkrieg leidenden Einwohnern Nahrung und Grundversorgungsmittel zu bringen."

Wie Pater Kamiruaga betont, befindet er sich "in ständigem Kontakt mit dem Ordensoberen der Claretiner in Kamerun", doch "die Nachrichten, die wir bisher aus dem Land erhalten, sind etwas konfus. Im Moment sind die Dinge nicht ganz klar".

"Wir wissen um wen es sich bei den Entführern handelt, aber aus Sicherheitsgründen ist es derzeit nicht angebracht, ihren Namen preiszugeben, da wir noch daran arbeiten, dass die Geschichte ein positives Ende nimmt", so der Generalsekretär der Claretiner.

Wie CNA Deutsch berichtete, haben bewaffnete Männer im Südwesten Kameruns die drei Ordensleute und den Fahrer entführt. Die Claretiner – es handelt sich um Pater Placide Muntong, Pater Jude Thaddeus Langeh Basebang sowie einen Ordensschüler – waren auf dem Weg in die katholische Gemeinde von Muyenge.

Die Entführung ist kein Einzelfall, sondern Teil einer andauernden Serie von Verbrechen gegen Priester und Ordensleute. Wie CNA Deutsch berichtete, wurde am 21. November der kenianische Pater Cosmas Omboto Ondari von der Missionsgesellschaft St. Joseph in Mill Hill wenige Kilometer von der Provinzhauptstadt Memfe im Süden des Landes ermordet.

Separatistischer Konflikt

Hintergrund der Gewalt im Land ist eine separatistische Bewegung: Teile der englischsprachigen Minderheiten im Land kämpfen für einen unabhängigen Staat. Es kommt häufig zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Separatisten. Seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1960 beschuldigen die anglophonen Kameruner die frankophonen Behörden, sie auszugrenzen.

Die Kämpfe haben Hunderte von Todesopfern gefordert; etwa 300.000 Menschen sind nach Nigeria geflüchtet. Zudem gibt es in Kamerun rund 80.000 Binnenvertriebene.

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