Ermutigung zur Reue: Erzbischof Viganò schreibt Öffentlichen Brief an McCarrick

Erzbischof Carlo Maria Viganò
Foto: Edward Pentin / National Catholic Register
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Es ist ein Aufruf zur Umkehr, eine Ermutigung zu Beichte und Reue: Einen Offenen Brief an Erzbischof Theodore McCarrick hat Erzbischof Carlo Maria Viganò am gestrigen Sonntag, 13. Januar, veröffentlicht. Darin ermutigt Vigano den ehemaligen Kardinal, sich bei seinen Opfern zu entschuldigen, seine Sünden zu widerrufen – und er versichert ihm, dass er für ihn und seine Bekehrung bete.

Das Datum der Publikation fällt nicht nur auf den Festtag der Taufe des Herrn, sondern auch den Tag des heiligen Hilarius von Poitiers – der als Bischof und Kirchenlehrer während der Zeit des Arianischen Streits furchtlos gegen die Häresie predigte.

CNA Deutsch dokumentiert den Wortlaut des Schreibens, wie er veröffentlicht wurde, in einer eigenen Übersetzung in die deutsche Sprache.

Lieber Erzbischof McCarrick,

Wie aus den Nachrichten der Kongregation für die Glaubenslehre zu erfahren war, werden sehr bald in einem Verwaltungsverfahren die Vorwürfe, Sie hätten Verbrechen gegen Minderjährige verübt und Missbrauch an Seminaristen verübt, geprüft und entschieden.

Wie auch immer die höchste Autorität der Kirche entscheidet, worauf es wirklich ankommt und was diejenigen schmerzt, die Sie lieben und für Sie beten, ist die Tatsache, dass Sie in all diesen Monaten kein Anzeichen der Reue abgegeben haben. Ich gehöre zu denjenigen, die für Ihre Bekehrung beten, dafür, dass Sie bereuen mögen und die Opfer wie die Kirche um Vergebung bitten mögen.

Die Zeit dafür läuft ab, aber Sie können immer noch ihre Sünden, Verbrechen und Sakrilege bekennen und bereuen und dies öffentlich tun, da diese öffentlich geworden sind. Ihre ewige Erlösung steht auf dem Spiel.

Es steht aber auch um etwas anderes, das äußerst wichtig ist, auf dem Spiel. Paradoxerweise steht Ihnen ein immenses Geschenk großer Hoffnung seitens des Herrn Jesus zur Verfügung; Sie sind dazu der Lage, der Kirche viel Gutes tun können. Tatsächlich sind Sie dazu in der Lage, für die Kirche etwas tun zu können, das wichtiger ist als alle guten Taten, die Sie in ihrem ganzen Leben für sie verrichtet haben. Ein öffentliches Schuldbekenntnis von Ihnen würde einer ernsthaft verwundeten und leidenden Kirche ein außergewöhnliches Maß an Heilung bieten. Sind Sie bereit, der Kirche dieses Geschenk anzubieten? Christus ist für uns alle gestorben, als wir noch Sünder waren (Röm 5,8). Er bittet uns nur, mit Reue zu antworten und das Gute zu tun, das uns aufgegeben wird. Das Gute, das Sie jetzt tun können, ist, der Kirche Ihre aufrichtige und öffentliche Reue anzubieten. Werden Sie der Kirche dieses Geschenk machen?

Ich flehe Sie an, bereuen Sie öffentlich ihre Sünden, damit sich die Kirche freuen kann und Sie sich dem Gericht Unseres Herrn – gereinigt durch sein Blut – stellen können. Bitte vergeuden Sie nicht Sein am Kreuz für Sie gemachtes Opfer. Christus, unser Guter Herr, liebt Sie weiterhin. Legen Sie Ihr ganzes Vertrauen in sein Heiliges Herz. Und beten Sie zu Maria, wie es ich tue und viele andere auch tun, und bitten Sie um ihre Fürsprache für die Errettung Ihrer Seele.

"Maria Mater Gratiae, Mater Misericordiae, Tu nos ab hoste prote et mortis hora suscipe".

Maria, Mutter der Gnade, Mutter der Barmherzigkeit, beschütze uns vor dem Feind und heiße uns in der Stunde des Todes willkommen.

Ihr Bruder in Christus,

+ Carlo Maria Viganò

Sonntag, 13. Januar 2019

Fest der Taufe des Herrn

[Tag des heiligen] Hilarius von Pointiers

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