"Es ist so wichtig, sich umsorgt und begleitet zu wissen": Franziskus im Kinderkrankenhaus

Papst Franziskus im Krankenhaus am 14. Februar 2016
Foto: CTV

Am Sonntag hat Papst Franziskus ein Kinderkrankenhaus in Mexiko-Stadt besucht. Er schenkte den Kindern Rosenkränze und betete mit ihnen. In einfacher Sprache erklärte er den jungen Patienten die Kindheit von Jesus.

"Er war sehr klein, genau so wie einige von Euch", sagte der Papst. 

Franziskus dankte Gott dafür, dass er die Kinder und ihre Familien besuchen konnte und ein wenig an “Eurem Leben und denen, die hier arbeiten” teilhaben zu könnnen.

https://twitter.com/MaryaXimena/status/699017399828357120

CNA dokumentiert den Wortlaut der Ansprache des Papstes, wie sie das Presse-Amt des Vatikan veröffentlicht hat:  

Verehrte gnädige Frau, verehrte Frau Gesundheitsministerin, sehr geehrter Herr Direktor, werte Mitglieder des Patronats, liebe hier anwesende Familien, meine Freunde, liebe Kinder, guten Abend,

Ich danke Gott für die Gelegenheit, die er mir schenkt, um euch besuchen zu können und mit euch und euren Familien in diesem Hospital zusammenzukommen. Ich kann für eine kleine Weile an eurem Leben teilzuhaben, wo alle dabei sind, die euch hier als Ärzte, Krankenschwestern, Angestellte und Ehrenamtliche betreuen. Danke.  Es gibt ein Stück im Evangelium, das uns von Jesus erzählt, als er Kind war. Er war ganz klein, so wie einige von euch. Eines Tages haben ihn seine Eltern Josef und Maria zum Tempel getragen, um ihn Gott zu zeigen. So trafen sie einen alten Mann namens Simeon, der, als er den kleinen Jesus sah, ihn ganz entschlossen und mit großer Freude und Dankbarkeit auf den Arm nahm und ihn mit dem Anstimmen des Lobpreises Gott anempfahl. Der Blick auf das Jesuskind löste in ihm zwei Dinge aus: ein Gefühl der Dankbarkeit und das Verlangen zu segnen.  Simeon ist der “Großvater”, der uns diese beiden Verhaltensweisen lehrt: zu danken und zugleich zu segnen.  Ich selbst fühle mich den Lehren des Simeon sehr nahe (und das nicht nur wegen des Alters). Einerseits war es, als ich durch die Tür schritt und eure Augen, euer Lächeln und eure fröhlichen Gesichter sah, da bekam ich Lust, Dank zu sagen. Dank für die Freundlichkeit, mit der ihr mich empfangen habt; Dank dafür, dass ich die Liebe sehen konnte, mit der man euch betreut und euch begleitet. Dank sage ich für den Einsatz von so vielen, die das Beste geben, dass ihr schnell wieder gesund werdet.  Es ist so wichtig, sich umsorgt und begleitet zu wissen; sich geliebt zu fühlen und zu wissen, dass Menschen danach streben, uns auf die beste Weise zu versorgen. Diesen allen sage ich Dank.  Und zugleich möchte ich euch segnen. Ich möchte Gott bitten, dass er euch segne. Er möge euch und eure Familien begleiten wie auch alle Menschen, die in diesem Haus arbeiten und danach streben, dass diese lächelnden Gesichter Tag für Tag mehr werden. Alle Menschen, die nicht nur mit Medikamenten, sondern auch mit der “Therapie der Zuneigung” helfen, dass ihr die Zeit hier mit größerer Fröhlichkeit verbringen könnt.  Kennt ihr den Indio Juan Diego? Einmal war sein Onkel krank, und Juan war darüber sehr bekümmert und ängstlich. In diesem Augenblick ist ihm die Jungfrau von Guadalupe erschienen und sagte zu ihm: “Dein Herz beunruhige sich nicht. Sei nicht besorgt. Bin denn ich, die ich doch deine Mutter bin, etwa nicht hier?”  

Halten wir uns an unsere Mutter. Bitten wir sie, dass sie uns ihrem Sohn Jesus anempfehle. Schließen wir die Augen und bitten wir sie um das, was unser Herz bewegt. Dann sprechen gemeinsam: Gegrüßet seist du, Maria ...  Mögen der Herr und die Jungfrau von Guadalupe euch immer begleiten. Vielen Dank. Und bitte vergesst nicht, für mich zu beten.

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