Exorzist Gabriele Amorth: Sechs Warnungen vor dem Bösen

Pater Gabriele Amorth
Foto: Facebook

Der bekannte italienische Exorzist Pater Gabriele Amorth, der 2016 im Alter von 91 Jahren starb, hat ein bedeutsames Vermächtnis hinterlassen. ACI Prensa, die spanischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch, hat einige seiner deutlichen Aussagen über das Wirken des Bösen in der heutigen Welt zusammengefasst:

1. "Satan ist immer aktiv. Er ist der Versucher von Anfang an"

In einem Interview mit dem italienischen Vatikanisten Sandro Magister vom Juni 2004 sprach Pater Amorth über den Satanismus und die Aktion des Teufels in der heutigen Kultur. "Einfach gesagt: Satan immer aktiv. Er ist von Anfang an der Versucher. Er tut alles, um den Menschen zur Sünde zu bewege, und jedes Mal, wenn das Böse getan wird, steht er dahinter – aber es bleibt klar, dass der Mensch es ist, der frei über seine Handlungen entscheidet. Aber es gibt auch ein außergewöhnliches Handeln des Bösen: das ist die Besessenheit vom Teufel", sagte Amorth bei dieser Gelegenheit.

2. "Die Welt steht unter der Macht des Teufels"

In dem Buch "L´ultimo esorcista" (Der letzte Exorzist), das Amorth zusammen mit dem Vatikanisten Paolo Rodari veröffentlicht hatte, behauptete der Ordensmann, dass "die Welt unter der Macht des Teufels stehe. Und zusammen mit Satan unter der vieler seiner Propheten. Menschen, die die Bibel falsche Propheten nennt. Falsch, weil sie zur Lüge führen und nicht zur Wahrheit."

"Diese Menschen gibt es sowohl außerhalb als auch innerhalb der Kirche. Sie sind leicht zu erkennen: Sie sagen, dass sie im Namen der Kirche sprechen, aber sie sprechen im Namen der Welt. Sie fordern von der Kirche, dass sie die Rolle der Welt übernimmt, und indem sie so sprechen, verwirren sie die Gläubigen und führen die Kirche zu Wassern, die nicht die ihrigen sind. Es sind Gewässer des Bösen", fügte er hinzu.

3. "Satan greift vor allem den Papst an"

Im gleichen Buch betont Pater Amorth, dass "Satan vor allem den Papst angreift. Sein Hass auf den Nachfolger Petri ist immens. Das habe ich in meinen Exorzismen erlebt."

“Nach dem Papst greift Satan auch die Kardinäle, Bischöfe und alle Priester und Ordensleute an. Es ist normal, dass das so ist. Daran sollte niemand Anstoß nehmen. Die Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen sind zu einem harten geistigen Kampf berufen."

4. Johannes Paul II. anzurufen ist wirksam gegen den Teufel

Im Mai 2011 erklärte Pater Amorth in einem Gespräch mit ACI Prensa, dass der heilige Johannes Paul II. in den letzten Jahren zu einem "mächtigen Fürspecher im Kampf gegen den Teufel geworden ist". 

"Ich habe den Teufel mehrere Male gefragt: Warum hast du so große Angst vor Johannes Paul II.? Und ich habe zwei verschiedene Antworten bekommen, beide interessant. Die erste: ´Weil er meine Pläne zunichte gemacht hat´. Ich glaube, das bezieht sich auf den Fall des Kommunismus in Russland und in Osteuropa. Auf den Zusammenbruch des Kommunismus."

"Eine weitere Antwort, die der Teufel mir gab, war: ´weil er viele Jugendliche meinen Händen entrissen hat´. Es gibt viele Jugendliche, die sich dank Johannes Paul II. bekehrt haben. Einige waren vielleicht schon Christen, aber praktizierten den Glauben nicht, und mit Johannes Paul II. sind sie wieder zu einem gelebten Glauben zurückgekehrt", erklärte er.

5. "Der Teufel will den Tod der Kirche, weil sie die Mutter der Heiligen ist"

Pater Amorth verwies auch auf die Kampagne gegen den damaligen Papst Benedikt, den einige anklagten, sexuellen Missbrauch zu decken, den Mitglieder des Klerus begangen hatten, obwohl in Wahrheit er es war, der die Null-Toleranz-Politik einführte. Der Exorzist beklagte bei dieser Gelegenheit , dass der Teufel die Priester "benutzt", um die gesamte Kirche zu beschuldigen.

"Der Teufel geht gegen die Kirche an, er will den Tod der Kirche, weil sie die Mutter der Heiligen ist. Er kämpft gegen die Kirche durch die Männer der Kirche; aber gegen die Kirche hat er keine Chance", sagte er.

Der erfahrene Exorzist erklärte auch: "Der Teufel versucht die Männer der Kirche; wir sollten uns also nicht wundern, wenn auch die Priester, die alle göttlichen Hilfsmittel des Gebets und der Sakramente haben, in Versuchung geraten. Auch sie leben in der Welt und können fallen wie die Menschen der Welt."

6. "Die wirksamste Fürsprecherin von allen ist die Jungfrau Maria"

Als Pater Amorth im Mai 2002 nach dem wirksamsten Fürsprecher von allen gefragt wurde, sagte er gegenüber ACI Prensa: "Natürlich ist die Jungfrau die wirksamste."

"Ich habe einmal Satan gefragt. 'Warum ängsigst du dich mehr, wenn ich Unsere Liebe Frau anrufe, als wenn ich Jesus Christus anrufe?' Er antwortete: 'Weil es mich mehr demütigt, von einem menschlichen Geschöpf besiegt zu werden, als von Ihm besiegt zu werden.´" 

Das könnte Sie auch interessieren:

;