Fünf Heilige, die sich durch ihren Sinn für Humor ausgezeichnet haben

Der heilige Papst Johannes Paul II. im Jahr 1979
Foto: L'Osservatore Romano
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Nicht dummes Grinsen, neidisches Giften oder gar überheblicher Spott zeichnen den Christen aus, sondern gelassene Fröhlichkeit und stetes Gottvertrauen: Schließlich kann man vielleicht nicht immer glücklich sein im Leben – aber sich immer glücklich schätzen, katholisch zu sein.

CNA stellt fünf Heilige vor, deren Sinn für Humor und deren Freude in den Herzen der Gläubigen eingeprägt geblieben sind.

1. Der heilige Johannes Paul II.

Der pilgernde Papst hat der Kirche ein großes geistliches Erbe hinterlassen durch seine bewegenden Botschaften, seine Nähe, seine Gesten der Zuneigung und Frömmigkeit. Aber in den Herzen der Gläubigen bleibt auch das Echo seines Lachens, wie damals, als er einer Vorführung des Clowns Diego Poole im Vatikan beigewohnt hatte.

Poole, als "Payaso (Clown) Japo" bekannt, trat sechs Mal vor dem Papst auf und auf einigen Videos kann man sehen, wie der heilige Johannes Paul II. herzhaft lacht.

Der Clown nahm an der Zeremonie seiner Heiligsprechung im Jahr 2014 teil und erzählte CNA, dass es "keine Aufnahmen von einem Papst gebe, der so sehr lachen würde, und deshalb bleibt in uns für immer das Bild eines zutiefst menschlichen, sehr frohen und sehr sympathischen Papstes."  

2. Der heilige Don Bosco

Dieser italienische Heilige war sehr fröhlich und charismatisch, besonders in seinem Umgang mit den Jugendlichen und Kindern. Man erzählt, dass man ihn noch fröhlicher sah, wenn er Probleme hatte und das war so aufgrund seines Vertrauen auf Gott und auf die Hilfe der heilige Jungfrau Maria.

Der heilige Johannes Bosco sagte gewöhnlich, dass die Freude, das Studium und die Frömmigkeit das "beste Programm wären, um dich glücklich zu machen und das, wodurch deine Seele am meisten Nutzen erhält." Ebenso meinte er, dass jemand, wenn er ruhig und fröhlich sein wolle, dafür sorgen müsse "immer in der Gnade Gottes zu sein."

Zum seinem heiligen Schüler Dominikus Savio sagte er einmal: "Die Heiligkeit besteht darin, immer fröhlich zu sein."

3. Der heilige Philipp Neri

Der heilige Philipp Neri besaß viele Gaben und er wird auch als Patron der Erzieher und Komödianten verehrt. Schon von klein auf versprühte er Freude und Güte, so dass die Leute ihn "den kleinen, guten Philipp" nannten. 1533, als er 18 Jahre alt war, hatte er eine mystische Erfahrung, die ihn dazu brachte, sein opulentes Leben aufzugeben und dem Ruf, Priester zu werden, zu folgen.

Er reiste nach Rom, um Philosophie und Theologie zu studieren, aber legte diese Tätigkeit nieder, um Katechist zu werden. Er übte Nächstenliebe und besuchte Krankenhäuser, Läden, Banken und andere öffentliche Orte, um zu evangelisieren. Sein Sinn für Humor und seine sympathische Art halfen ihm, seinen Auftrag zu erfüllen.

Am seinem Todestag, dem 25. Mai 1595, sagte sein Arzt zu ihm: "Pater, ich habe sie noch nie so froh gesehen." Der 80-jährige Priester antwortete: "Wie freute ich mich, als man mir sagte: Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern."

4. Der heilige Laurentius

Der heilige Laurentius war Diakon und einer der sieben Vertrauten des heiligen Papstes Sixtus. Im Jahr 257 veröffentlichte Kaiser Valerian ein Dekret zur Verfolgung der Christen und der Heilige träumte davon, als Märtyrer zu sterben.

Ein Jahr später bat ihn der Kaiser, der ein habgieriger Mann war, ihm die wertvollsten Schätze der Kirche zu übergeben. Laurentius brachte die Armen und Kranken, die er mit Almosen versorgte. Valerian wurde zornig und befahl, ihn über ein Feuer auf einen eisernen Rost zu legen.

Nachdem er schon einige Zeit auf dem Rost gemartert worden war, sagte der Heilige zu seinen Henkern: "Auf einer Seite bin ich schon gar. Ihr könnt mich jetzt umdrehen, damit ich ganz durch werde." Und als er schon am ganzen Leib verbrannt war, rief er aus: "Das Fleisch ist fertig, ihr könnt essen."

Sein Martyrium bewegte viele Römer und wurde Anlass ihrer Bekehrung zum Christentum.

5. Der heilige Felix

"Felix", aus dem Lateinischen, bedeutet auf deutsch "der Glückliche". Dieser italienische Heilige lebte voll und ganz die Bedeutung seines Namens. Von Kindheit an war er dafür bekannt, froh und fromm zu sein. Später hatte er mystische Erfahrungen.

Wenn jemand den heiligen Felix beleidigte, dann antwortete er fröhlich: "Ich werde Gott bitten, dass er dich zu einem Heiligen macht."

Nachdem er in den Orden der Franziskaner eingetreten war, bat er darum, die Bußübungen verdoppeln zu dürfen. Er zeichnete sich auch durch seine Güte gegenüber den Armen aus.

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