"Haben wir genug Glauben?" – Interview mit Bischof Stefan Oster SDB

Bischof Stefan Oster im Gespräch mit EWTN.TV.
Foto: Martin Rothweiler / EWTN.TV
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Stefan Oster, Bischof von Passau und Vorsitzender der Jugendkommission der Bischofskonferenz, hat in einem Interview mit dem katholischen Fernsehsender EWTN.TV über seine Erwartungen an den Weltjugendtag in Panama gesprochen. "Junge Menschen halten einen jung“, befand der sichtlich gut gelaunte Hirte.

Angesprochen auf das marianische Motto des Weltjugendtags ("Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ – Lk 1,38) betonte Oster die Bedeutung des Rosenkranzgebetes. Wie schon bei der Jugendsynode im vergangenen Herbst thematisiert wurde, sei das Thema der Berufung für jeden Menschen ausschlaggebend. Auf die Frage, ob die Kirche in Bezug auf den Rückgang von Priester- und Ordensberufungen in Deutschland noch zu wenig tue, antwortete Oster:

"Was muss man eigentlich alles tun? Zunächst einmal: Glauben. Es hilft ja auch nicht in Aktionismus zu verfallen und alle möglichen Dinge zu tun.“ Stattdessen gehe es um das "persönliche Ringen um Heiligkeit, auch die Dimension des Opfers, die Dimension des aufrichtigen persönlichen Gebetes und die Bereitschaft mit jungen Menschen zu gehen“.

Doch ganz entscheidend ist für den Passauer Oberhirten eine Frage:

"Haben wir genug Glauben, dass der Herr jeden Menschen beruft?“

Er verriet außerdem, dass der Papst im Juni erneut Jugendliche nach Rom einladen will und offenbar an einem nachsynodalen Schreiben arbeite: "Auf das müssen wir auf jeden Fall warten, bevor wir auch programmatisch da was machen.“ Außerdem werde es ein neues Papier von der Deutschen Bischofskonferenz geben.

Vom Weltjugendtag, so Oster, erhoffe er sich neue Impulse, vor allem für die Jugend: "Ich will, dass junge Menschen dies als ihr Fest erleben.“ Das große internationale Glaubensfest sei eine große Chance:

"Natürlich geht es zunächst einmal darum jungen Menschen ein Fest des Glaubens erleben zu lassen, bei dem der Herr im Mittelpunkt steht. Dass das möglich ist, zeigen die letzten Weltjugendtage.“

Das komplette Interview gibt es hier: