Heiligsprechungsverfahren für die Eltern von Papst St. Johannes Paul II.

Emilia und Karol: Die Eltern von St. Johannes Paul II.
Foto: Erzbistum Krakau

Die polnische Bischofskonferenz hat beschlossen, das Heiligsprechungsverfahren für die Eltern des heiligen Papstes Johannes Paul II. einzuleiten.

Wie Polens Bischöfe am 10. Oktober mitteilten, werden damit die ersten Schritte für die Seligsprechung von Karol Wojtyla senior sowie dessen Ehefrau Emilia, geb. Kaczorowska, eingeleitet.

Der nächste Schritt wird darin bestehen, den Heiligen Stuhl zu bitten, den Prozess in der Erzdiözese Krakau einzuleiten.

Karol, ein Leutnant der polnischen Armee, und Emilia, eine Lehrerin, wurden am 10. Februar 1906 in Krakau verheiratet. Das katholische Paar brachte drei Kinder zur Welt: Edmund im Jahr 1906; Olga, die kurz nach ihrer Geburt starb; und Karol junior im Jahr 1920.

Die Familie war dafür bekannt, treu katholische zu sein – und lehnte den zunehmenden Antisemitismus der damaligen Zeit ab.

"Die unmittelbare Familie hat die geistliche und intellektuelle Entwicklung des zukünftigen Papstes stark beeinflusst", so die Bischofskonferenz.

Emilia hatte eine formelle religiöse Ausbildung erhalten. Bevor sie 1929 an einem Herzinfarkt und Leberversagen starb, war die Mutter ein Grundpfeiler des Glaubens für das Haus. Zum Zeitpunkt ihres Todes war Karol Jr. keine neun Jahre alt.

"Emilia Wojtyła hat die Klosterschule der Schwestern der Göttlichen Liebe absolviert. Mit voller Hingabe und Liebe führte sie das Haus und kümmerte sich um die Söhne Edmund und Karol", so die Mitteilung der Bischofskonferenz.

Der Vater zog seine Söhne allein auf, bis zu seinem Tod 12 Jahre später. Laut "Catholic Online" war Karol ein Mann des Gebets und drängte Karol Jr. dazu, fleißig und tüchtig zu sein. Der Vater übernahm auch Familienaufgaben wie das Nähen der Kleidung seines Sohnes.

"Karol Wojtyła senior war als Vater ein tief religiöser, fleißiger und gewissenhafter Mann. Johannes Paul II. erwähnte wiederholt, dass er seinen Vater auch nachts kniend und betend gesehen hatte. Es war sein Vater, der ihn das Gebet zum Heiligen Geist lehrte, das ihn bis zum Ende seines Lebens begleitete", sagte die Konferenz.

Das könnte Sie auch interessieren: