Appell für ausgegrenzte Christen in Israel

Bischöfe der Holy Land Coordination im Gebet bei einer der bisherigen Reisen
Foto: The Catholic Church For England and Wales
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Die Christen Israels wollen "vollwertige Bürger" sein, mit all ihren Rechten, "die in einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft anerkannt werden." Obwohl sie einen großen Beitrag leisten, müssen sie doch mit "enormen Schwierigkeiten" kämpfen.

Dies schreiben die Bischöfe Europas, Nordamerikas und Südafrikas im Abschlussbericht zu ihrer Holy Land Coordination Reise.

Die Holy Land Coordination wurde vor zwanzig Jahren gegründet und ihr gehören delegierte Bischöfe an, deren Ziel es ist, die Bemühungen um Gerechtigkeit und Frieden im Heiligen Land zu unterstützen.

Die Bischofskonferenz von England und Wales organisiert jedes Jahr eine Reise mit einem jeweils unterschiedlichen Thema. In diesem Jahr fand die Reise vom 12. bis 17. Januar statt, das Thema war gerade jenes der Christen, die im Staat Israel leben. 

Im Abschlussbericht betonen die Bischöfe, dass "Israel auf die staatlichen Grundsätzen der Gleichheit aller Bürger gegründet wurde"; dies müsse "dringend" Wirklichkeit werden, besonders für die Christen in Israels, die sich "in jeder Hinsicht als Bürger" fühlen wollen. Auch aufgrund des lebendigen Beitrags, den sich für die Nation leisten, mit "Schulen, Krankenhäusern, Beteiligung am öffentlichen Leben und dem Versuch, Brücken zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen zu bauen."

Dennoch leben sie in "tiefgreifenden Schwierigkeiten" und leiden unter Diskriminierung, wie die arabischen palästinensischen Bürger. Sie machen darauf aufmerksam, dass das kürzlich verabschiedete Nationalitätengesetz (in dem Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes definiert wird) "verfassungsmäßige und rechtliche Grundlagen für die Diskriminierung von Minderheiten schaffen könne, durch welche die Ideale von Gleichheit, Gerechtigkeit und Demokratie untergraben würden."

Die Delegation der Holy Land Coordination war während der fünf Tage ihres Aufenthalts auch in Palästina, wo "trotz des Glaubens und der Widerstandskraft derer, die wir getroffen haben, das Elend der Besatzung durch die großen Schnitte bei der humanitären Unterstützung seitens der Vereinigten Staaten noch schlimmer geworden ist." So seien "das Gesundheitssystem, das Bildungswesen und andere grundlegende Dienste" in Gefahr und die Bedrohungen für die Menschenwürde nehmen zu.

Die Bischöfe appellieren an ihre Regierungen, dem Mangel an finanziellen Mitteln abzuhelfen, den das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) erlebt, und ihre Bemühungen zu verdoppeln, um eine politische Lösung zu finden, damit die beiden Staaten - Israel und Palästina - in Frieden existieren können. 

Trotz allem verkünden die Bischöfe, sie hätten "Hoffnung in die Zukunft" und drücken Bewunderung für "unsere Schwestern und Brüder im Heiligen Land aus, die die Hoffnung nicht verloren haben."

Übersetzt aus dem italienischen Original von Susanne Finner.

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