Papst Franziskus trauert um Opfer des Anschlags im Kongo

Papst Franziskus betet am 4. Oktober 2014
Foto: Mazur/catholicnews.org.uk
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Papst Franziskus hat mit einem Beileidstelegramm seine Trauer über den tödlichen Anschlag ausgedrückt, bei dem  der 43 Jahre alte italienische Botschafter in der Demokratischen Republik Kongo und zwei weitere Personen getötet wurden.

Botschafter Luca Attanasio, der Sicherheitsbeamte Vittorio Iacovacci und der Fahrer Mustafa Milambo starben am 23. Februar in der Nähe des Dorfes Kibumba, drei Kilometer von Goma, als der Konvoi auf dem Weg zu einem Projekt des Welternährungsprogramms war, mit dem Schulkinder ernährt werden.

Der Anschlag löste in Italien und weltweit Bestürzung aus. In seinem Telegramm an den italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella teilte Papst Franziskus dem diplomatischen Corps und den Carabinieri sein "tiefes Beileid zum Verlust dieser Diener des Friedens und des Gesetzes" aus. 

UN-Generalsekretär Antonio Guterres und Italiens Regierung verurteilten den Anschlag und forderten Kongos Regierung auf, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Der genaue Hintergrund der Tat ist zur Stunde noch unklar. 

Seit Jahren wird das ressourcenreiche Grenzgebiet zwischen der Demokratischen Republik Kongo und dem Nachbarland Uganda von ursprünglich aus Uganda stammenden Rebellen der Miliz ADF heimgesucht. Die ADF wird von Jamil Mukulu, einem zum Islam konvertierten ehemaligen Christen, angeführt und setzt sich heute unter anderem aus Dschihadisten der Bewegung "Tablighi Jamaat", einer islamischen Missionsbewegung, zusammen.

Kongolesischem Militär und der UN-Friedensmission MONUSCO gelingt es seit Jahren nicht, die Region zu befrieden. Das Gebiet von Beni in der Provinz Nord-Kivu gilt dabei als Epizentrum der Gewalt. Menschenrechtsorganisationen zufolge ereignet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo die am längsten dauernde humanitäre Krise Afrikas.

"Botschafter Attanasio war bei den Missionaren in Nord-Kivu bekannt", bekräftigte gegenüber den Päpstlichen Missionswerken die Leiterin des Büros der „International Volunteering for Development“ der Salesianer Don Boscos (VIS) in der Demokratischen Republik Kongo. Monica Corna arbeitet seit 18 Jahren mit den Salesianern vor Ort zusammen.

"Er war definitiv eine sehr engagierte Person und glaubte an das, was er tat", sagt Corna. "Botschafter Attanasio besuchte den Nord-Kivu, um sich selbst von der schwierigen Realität der lokalen Bevölkerung zu überzeugen. Für ihn war es wichtig, diese Realität mit eigenen Augen zu sehen, um eine direkte Vision zu haben, ein Augenzeuge zu sein."

"Auch die Kongolesen sind von Schmerz erfüllt und bestürzt ", sagt die Mitarbeiterin des Hilfswerks der Salesianer Don Boscos. 

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