Jugendsynode: Zwischenbericht der polnischen Synodenväter vom 17. Oktober

Erzbischof Stanisław Gądecki von Posen im Gespräch mit Journalisten im Vatikan
Foto: Polnische Bischofskonferenz
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In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht CNA Deutsch während der Synode über "Jugendliche, Glaube und und die Berufungsentscheidung", die vom 3. bis 28. Oktober im Vatikan stattfindet, Zwischenbilanzen der Synodenväter aus Polen.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung vom 17. Oktober, die CNA von den Synodenvätern aus Polen zur Verfügung gestellt wurde, übersetzt in deutscher Sprache:

Der soziale Kontext junger Katholiken, die in multikulturellen und multikonfessionellen Gesellschaften leben, stand im Mittelpunkt der Synodenversammlung am 17. Oktober. Die Synodenväter betonten auch die Bedeutung des Weltjugendtages, einschließlich des Treffens in Krakau im Jahr 2016.

Während der Vormittagssitzung wurden viele Stimmen aus Afrika und Asien gehört. "Menschen aus Afrika betonten die Armut dort und den Mangel an Bildungsmöglichkeiten. Dies hat zu einer enormen Auswanderung geführt, entweder innerhalb ihrer eigenen Heimat, vom Land in die Städte oder außerhalb ihrer Heimat. Jede solche Auswanderung ist eine Herausforderung für junge Menschen, da sie mangels Bildung nicht die Möglichkeit haben, ihre eigene Identität zu gestalten. Andererseits betonten asiatische Stimmen die Notwendigkeit eines interreligiösen Dialogs, da viele junge Menschen aus Asien zu Minderheitskirchen gehören. Deshalb müssen die Jugendlichen in einen interreligiösen Dialog gegen eine Vielzahl gefährlicher Fundamentalismen treten", sagte Erzbischof Grzegorz Ryś von Lodz.

Während der Beratungen wurden verschiedene soziale Kontexte, in denen junge Menschen leben, angesprochen. "In den heutigen Diskussionen war ich positiv überrascht von den Stimmen, die die Bedeutung einer breiteren Reflexion über den sozialen Kontext, in dem junge Menschen leben, d.h. Schule, Universitäten, Politik, betonten. Vertreter verschiedener Länder sprachen über diese Zusammenhänge. Einige junge Katholiken, die in einem Kontext von Multikulturalismus und Multi-Denominationalismus leben, müssen sich der Tatsache stellen, dass sie eine Minderheit sind und manchmal aus diesem Grund verfolgt werden", sagte Bischof Marian Florczyk.

"In Anlehnung an die Ursprünge der Weltjugendtage und damit Johannes Paul II. wurde das große Gut, das aus diesen Treffen fließt, hervorgehoben. Auch Krakau, wo 2016 der Weltjugendtag stattfand, wurde in den Mittelpunkt gestellt. Dieses Treffen hat wesentlich zur Integration junger Menschen beigetragen", so Bischof Florczyk.

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