Kampf gegen Corona-Virus: Ab August "Impfstraße" im Wiener Stephansdom

Das Wappen der Republik Österreich und der Bundeshauptstadt Wien am Albertinischen Chordach des Stephansdoms
Foto: Bwag / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Die Stadt Wien wird ab August direkt im Wiener Stephansdom eine "Impfstraße" einrichten. Die Station wird in der Barbara-Kapelle errichtet, die sich im Nordturm befindet. Zudem wird im Dom ein Bereich für die Registrierung und für den Aufenthalt nach der Impfung eingerichtet. Eine Vorab-Anmeldung für Impf-Interessierte ist nicht notwendig.

Nach Angaben der Stadt wird die "Impfstraße" vom Arbeiter-Samariter-Bund betrieben. "Die Öffnungszeiten sind noch nicht geklärt", heißt es auf der Internetseite der Stadt Wien, "es muss zum Beispiel sichergestellt werden, dass der Impfbetrieb nicht die täglichen Messen stört."

Die Über-18-Jährigen sollen im Stephansdom mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft werden, zwölf- bis 17-Jährige bekommen jenen von Biontech-Pfizer. Pro Stunde sollen 20 Personen geimpft werden können.

Der Sprecher des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) erklärte am Dienstag gegenüber der österreichischen Tageszeitung "Kurier", dass man den Dom als Impfstandort ausgewählt habe, weil er sich an einem stark frequentierten Platz befinde. Mit dem "unkonventionellen Standort" wolle man dafür sorgen, dass das Thema Impfen im Gespräch bleibe.

Der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, habe schließlich grünes Licht gegeben.

Auch Dompfarrer Toni Faber unterstützt dieses Projekt. "Als Religionsgemeinschaft wollen auch wir einen Beitrag zu einer höheren Durchimpfung leisten", zitiert der "Kurier" den Geistlichen.

Wie CNA Deutsch berichtete, ist Papst Franziskus bereits geimpft, Papst emeritus Benedikt XVI. auch. Namhafte Erzbischöfe – darunter die Kardinäle Reinhard Marx und Christoph Schönborn – haben erklärt, dass sie sich nicht nur selber impfen lassen: Sie empfehlen auch anderen, sich gegen COVID-19 zu immunisieren. Dennoch zögern viele Menschen mit dem Schritt – darunter Katholiken, die ethische Bedenken anmelden. 

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