Kardinal lobt am 5. Jahrestag ihres Todes Mutter Angelicas "außergewöhnliche" Kreativität

Kardinal Fernando Filoni im Petersdom am 27. März 2021
Foto: Pablo Esparza / CNA Deutsch

Kardinal Fernando Filoni hat am Samstag an die "außergewöhnlichen kreativen Fähigkeiten" von Mutter Angelica erinnert, im Rahmen einer heiligen Messe zu Ehren der EWTN-Gründerin am fünften Jahrestag ihres Todes.

In seiner Predigt bei der Messe im Petersdom am 27. März sagte der Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab, dass die Nonne "die Dankbarkeit der ganzen Kirche" für den Aufbau eines globalen Mediennetzwerks im Dienst des Evangeliums verdient habe.

Mutter Angelica begann 1981 von einer umgebauten Garage in Birmingham, Alabama, aus zu senden. Sie starb am 27. März 2016 - Ostersonntag - im Alter von 92 Jahren. Zum Zeitpunkt ihres Todes war EWTN das größte religiöse Mediennetzwerk der Welt geworden.

Filoni sagte: "Sie hat das ganze 20. Jahrhundert erlebt, konfrontiert mit Armut und Leiden, die bis zum Schluss ständige Begleiter in ihrem Leben waren; gleichzeitig erfuhr sie den Trost Jesu und die ständige Hilfe der göttlichen Vorsehung; was sie tat, konnte sie nicht allein tun."

"Im dichten und manchmal schwarzen 'Wald' unserer Welt führte sie der Finger Gottes: 'Ich wusste, dass Gott mich kennt und liebt und dass er sich für mich interessiert. Alles, was ich tun wollte' - sagte sie nach einer schweren Krankheit - 'war, mich Jesus zu schenken.'"

Filoni, ein altgedienter vatikanischer Diplomat, der von 2011 bis 2019 die Kongregation für die Evangelisierung der Völker leitete, merkte an, dass die Nonne, die als Rita Rizzo geboren wurde, den Namen Schwester Maria Angelica von der Verkündigung annahm, als sie 1944 ins Ordensleben eintrat.

"Ich weiß nicht, ob sie, als sie den Namen 'Verkündigung' annahm, die Vorstellung von ihrer zukünftigen Mission im Bereich der Kommunikation hatte", sagte er.

Der 74-jährige italienische Kardinal, der im Dezember 2019 zum Großmeister ernannt wurde, fuhr fort: "Reich geworden an vielen Erfahrungen, an kontemplativem Leben, an missionarischen Leistungen und pastoralen Initiativen, ruft Mutter Angelica mit ihren außerordentlichen kreativen Fähigkeiten die gemeinnützige Gesellschaft EWTN ins Leben, eine Sendegruppe, die mit dem zivilen und religiösen Leben verbunden ist."

"Die Verbreitung des Evangeliums in unserer Gesellschaft war das große Ziel von EWTN, mit Stil und Treue zur Wahrheit: 'Die Wahrheit wird euch frei machen' (Joh 8,32); die 'Wahrheit' ist Jesus: 'Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich' (Johannes 14,6). Diese Worte waren immer klar in Mutter Angelicas Verstand und Herz."

In seiner Predigt bei der Messe in der Chorkapelle des Petersdoms sagte Filoni, dass Mutter Angelica von den letzten drei Päpsten hoch geschätzt wurde.

"Mutter Angelica stand Papst Johannes Paul II. nahe; sie bekam die hohe Wertschätzung von Benedikt XVI. und die Rücksichtnahme von Papst Franziskus; je mehr und mehr bekam sie die Dankbarkeit der ganzen Kirche und besonders des liebevollen Publikums, das eine Verbindung zu EWTN pflegt", sagte er.

"Wenn wir EWTN als die erste 'Tochter' von Mutter Angelica betrachten können, so ist sie nicht der einzige Sprössling der 'Familie', die durch das National Catholic Register, die Catholic News Agency und so weiter bereichert wird."

An die Mitarbeiter von EWTN, die bei der Messe anwesend waren, gerichtet, sagte der Kardinal: "Was für Sie, liebe Freunde, sehr wichtig ist, ist das Vertrauen Ihrer Hörer, Leser und Zuschauer: Bitte, haben Sie immer hohen Respekt vor ihnen; Sie können Leben, Hoffnung, Vertrauen, Liebe erzeugen."

Er fügte hinzu: "Es ist notwendig, das Heiligtum des Herrn unter den Völkern, in den Familien, in der Gesellschaft zu bauen, und niemand kann das besser als ein Rundfunksender, der in der Lage ist, hinter jede Tür zu gehen, die oft verschlossen ist; ein Heiligtum, das nicht aus materiellen Ziegeln besteht, sondern aus Wahrheit und Liebe."

"Wenn wir uns heute an Mutter Angelica erinnern, möchten wir einen Pfeil der Treue zu Christus, dem 'Licht der Völker' (Lumen gentium, 1), und zu seiner Kirche finden, die 'wie ein Sakrament oder ein Zeichen und Werkzeug' Gottes unter uns ist."

Zum Abschluss seiner Predigt sagte er: "Erinnern wir uns zum Schluss an ein paar Worte von Papst Benedikt XVI. zu Beginn seines Pontifikats: Es genügt mir, ein einfacher Arbeiter im Weinberg des Herrn zu sein!"

"Dies ist mein Wunsch an euch, in der Vigil der Karwoche: Seid gute Arbeiter im Weinberg des Herrn!"

"Ich danke Ihnen für Ihre großzügige und geschätzte Arbeit für die Kirche."

"Mutter Angelika, da bin ich mir sicher, ist glücklich."