Keine Begegnung von Papst Franziskus und Moskauer Patriarch in Kasachstan

Kyrill I.
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Im Rahmen der Reise von Papst Franziskus nach Kasachstan Mitte September wird es nicht zu einer Begegnung mit dem Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche kommen. Der Moskauer Patriarch Kyrill I. werde nicht am "Kongress der Führer der Welt- und Traditionsreligionen" in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan teilnehmen, berichtete Kathpress unter Berufung auf die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Mittwochabend.

Nach Angaben von Bischof Antonij (Sewrjuk), dem "Außenminister" der russisch-orthodoxen Kirche, werde eine Delegation nach Nur-Sultan entsandt, allerdings ohne Kyrill I.: "Dementsprechend ist ein Treffen mit Papst Franziskus in Kasachstan nicht geplant."

Eine Begegnung von Franziskus und Kyrill I. könne nicht einfach "am Rande" einer anderen Veranstaltung stattfinden, erläuterte der Bischof. Stattdessen müsse es eine solche Begegnung "äußerst sorgfältig" vorbereitet werden, einschließlich Tagesordnung und anschließender gemeinsamer Erklärung.

Papst Franziskus wird sowohl zur Eröffnung als auch zum Abschluss des "Kongresses der Führer der Welt- und Traditionsreligionen", dem eigentlichen Anlass seiner Reise, eine Ansprache halten. Auch private Begegnungen mit Führungspersönlichkeiten verschiedener Religionen stehen auf dem Programm, wobei noch keine Namen von Gesprächspartnern bekannt sind.

Außerdem feiert der Pontifex im Rahmen seiner dreitägigen Reise vom 13. bis zum 15. September eine öffentliche Messe. Wie bei anderen Papstreisen auch wird es eine private Begegnung mit Mitgliedern der Gesellschaft Jesu geben. Papst Franziskus ist selbst Jesuit. Gefolgt wird dies von einer Ansprache vor Bischöfen, Priestern, Diakonen, Ordensleuten und anderen in der Pastoral tätigen Menschen.

Im Jahr 2016 haben sich Papst Franziskus und Patriarch Kyrill I. bei einem historischen Treffen in Kuba ausgetauscht. Zu einer weiteren geplanten Begegnung war es wegen der Positionierung des Moskauer Patriarchen zum russischen Krieg gegen die Ukraine in diesem Jahr nicht gekommen, sondern nur zu einer Videokonferenz.

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