Kirche in Kolumbien hilft täglich 5.000 Auswanderern aus Venezuela

Kolumbianische Priester verteilen Mahlzeiten an Migranten aus Venezuela
Foto: Kolumbianische Bischofskonferenz
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Nach Angaben des Vorsitzenden der Kolumbianischen Bischofskonferenz versorgt die Kirche in Kolumbien täglich rund 5.000 Migranten aus Venezuela.

Venezuela leidet unter anderem unter einer massiven Wirtschaftskrise, die seit 2014 etwa 2,3 Millionen Menschen zur Auswanderung veranlasst hat.

"Durchschnittlich 5.000 Menschen werden täglich mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt, in einigen Fällen mit Kleidung, Medikamenten und Körperpflegeprodukten. Die Kirche tut dies mit Unterstützung von Unternehmen und lokalen, nationalen und internationalen Organisationen", sagte Erzbischof Oscar Urbina Ortega am 2. Oktober.

Erzbischof Urbina sprach während des "Glaubens-Cup 2018" im Rahmen eines Besuchs von mehr als 600 Priestern, die am Fußballturnier teilnahmen, an der Simon-Bolivar-Brücke, einem wichtigen Grenzübergang zwischen Kolumbien und Venezuela.

Die Priester besuchten auch das "Heim der Göttlichen Vorsehung", wo Mahlzeiten für venezolanische Migranten angeboten werden.

Erzbischof Urbina bekräftigte, dass die Kirche in Kolumbien zusammen mit den Migranten "in dieser Zeit viel Schmerz empfindet" und gleichzeitig "verpflichtet ist, ihnen die Hilfe zu leisten, die sie ermutigt, im täglichen Kampf um den Wiederaufbau der Gesellschaft ihres Landes fortzufahren".

Er erinnerte auch daran, dass die kolumbianische Bischofskonferenz eine bessere Hilfe und Betreuung der internationalen Gemeinschaft gefordert hat.

Erzbischof Urbina wies abschließend darauf hin, dass die Nachfrage nach öffentlichen Dienstleistungen, Bildung und Gesundheitsversorgung aufgrund des Mangels an notwendigen Ressourcen gestiegen sei.

Seit Nicolas Maduro 2013 die Nachfolge von Hugo Chávez als Präsident Venezuelas angetreten hat, wird das Land von Gewalt und Unruhen erschüttert.

Die sozialistische Regierung Venezuelas wird allgemein für die Krise verantwortlich gemacht. Seit 2003 haben Preiskontrollen bei rund 160 Produkten, darunter Speiseöl, Seife und Mehl, dazu geführt, dass diese zwar erschwinglich sind, aber aus den Regalen der Geschäfte fliegen und dann auf dem Schwarzmarkt zu viel höheren Preisen weiterverkauft werden.

Die Inflation könnte in Venezuela im jahr 2018 eine Million (1.000.000) Prozent erreichen.

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