Demografie-Konferenz in Ungarn: "Familie ist der Schlüssel zur Nachhaltigkeit"

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis, der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa, der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, der serbische Präsident Aleksandar Vucic und das Mitglied der bosnisch-herzegowinischen Ratspräsidentschaft Milorad Dodik begrüßen die Teilnehmer des Budapester Demografiegipfels in Budapest, Ungarn, 23. September 2021.
Foto: Zsolt Hevessy / EWTN Hungary

Unter dem Titel "Familie: Schlüssel zur Nachhaltigkeit" hat die ungarische Regierung gemeinsam mit dem Nationalen Verband der Großfamilien und der Stiftung für Alleinerziehende in diesem Jahr zum vierten Mal den Budapester Demografiegipfel organisiert.

Die zweitägige Veranstaltung fand vom 23. bis 24. September in der ungarischen Hauptstadt statt. Die Organisatoren erwarteten etwa 500 Teilnehmer aus 18 verschiedenen Ländern. Auf der Rednerliste standen unter anderem der ungarische Premierminister Viktor Orbán, der ehemalige US-Vizepräsident Mike Pence, der serbische Präsident Aleksandar Vucic sowie die Premierminister Polens, der Tschechischen Republik und der Slowakei.

Der Titel des Gipfeltreffens spricht für sich selbst, aber er zielt darauf ab, eine Plattform für Entscheidungsträger, politische Akteure, religiöse und zivilgesellschaftliche Verantwortliche, Wirtschafts- und Medienvertreter sowie Experten aus der akademischen Welt zu schaffen. Deren Ziele: Gemeinsam nachzudenken, bewährte Praktiken auszutauschen, die Herausforderungen der Gegenwart zu diskutieren und Vorschläge für gemeinsame Lösungen zu erarbeiten, um die traditionellen Familienwerte und die Umwelt für die künftigen Generationen zu schützen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gipfels ist die Geburtenrate in Anbetracht des rückläufigen Bevölkerungswachstums – vor allem in der westlichen Welt –sowie die Auseinandersetzung mit den ständig zunehmenden ideologischen Angriffen und Behauptungen, dass die Umweltprobleme durch die Gründung von Familien und die Geburt von Kindern verursacht werden – oder dass Nachhaltigkeit und Familie "unvereinbar" sein sollen.

"Die Erhöhung der Zahl der Kinder in Europa ist unerlässlich, um die christliche Kultur Europas und andere religiöse Traditionen für künftige Generationen zu bewahren", heißt es in der Erklärung, die von den Ministerpräsidenten Ungarns, Polens, der Tschechischen Republik, Sloweniens und dem Präsidenten Serbiens, das nicht Mitglied der EU ist, unterzeichnet wurde, wie Reuters berichtete.

Demographie ist ein Thema, zu dem sich Franziskus wiederholt geäußert und auch politisch eingebracht hat. Den deutschen Katholiken schrieb er in seinem Brief vor zwei Jahren: Natürlich müsse sich die Kirche in Deutschland den Fakten stellen, etwa dem Kindermangel sowie der "Überalterung der Gemeinden", so der Papst im Jahr 2019

Laut Reuters sinkt die Geburtenrate in der Europäischen Union seit dem Jahr 2000. Nach Berechnungen von Eurostat liegt die Rate mit 1,53 Lebendgeburten pro Frau im Jahr 2019 deutlich unter der Marke von 2,1, die für eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung notwendig ist.

In den letzten Jahren scheint das Thema der Sicherung einer nachhaltigen Zukunft den öffentlichen, akademischen und politischen Diskurs zu dominieren. Die Organisatoren des Gipfels vertraten die Ansicht, dass die demografische Nachhaltigkeit in den Mainstream-Medien nicht ausreichend hervorgehoben wird, obwohl die demografische Entwicklung jede gesellschaftliche Zukunft grundlegend bestimmt.

Die Staats- und Regierungschefs, die an der Veranstaltung teilnahmen, sahen es als ihre gemeinsame Pflicht und Verantwortung an, die demografische Herausforderung als Priorität anzugehen und effiziente, langfristige, länder- und regionalspezifische Lösungen dafür zu finden, erklärten Organisatoren.

Der ehemalige Vizepräsident der Vereinigten Staaten Mike Pence, ein christlich-konservativer Politiker und langjähriger Verfechter einer familienfreundlichen Politik, hielt am ersten Tag des Gipfels eine Rede.

"Starke Familien schaffen starke Gemeinschaften, und starke Gemeinschaften schaffen starke Nationen", sagte der ehemalige Vizepräsident Mike Pence, der auch Ungarn und andere Länder in der Region lobte, indem er darauf hinwies, dass "sie der Beweis dafür sind, dass der demografische Rückgang umgekehrt werden kann".

Im weiteren Verlauf seiner Rede ging er auf das Problem der Abtreibung in der ganzen Welt ein und nannte es eine "unaussprechliche Tragödie", die durch "unaussprechliche Gesetze" verursacht werde.

Der ehemalige Vizepräsident ermutigte die anderen Staatsoberhäupter, sich für das Leben einzusetzen, und er zitierte auch Papst Franziskus und stimmte ihm zu, dass "das Wohlergehen der Familie in der Tat entscheidend für die Zukunft der Welt ist."

Alexey Gotovskiy (EWTN Rom) trug zur Berichterstattung bei. Domonkos Pulay ist Reporter und Moderator bei EWTN Ungarn. Übersetzt und redigiert aus dem englischen Original.

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