Konflikt im Bistum Gurk: Papst ernennt Erzbischof von Salzburg zum Visitator

Bischof Alois Schwarz
Foto: Bistum St. Pölten
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Es soll eine transparente Aufklärung im Kärntner Konfliktbistum geben: Kardinal Christoph Schönborn hat die vom Papst angeordnete Visitation der Diözese Gurk-Klagenfurt durch den Salzburger Erzbischof Franz Lackner (62) begrüßt. Er sei dankbar, so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz.

Erzbischof Lackner soll nun als päpstlicher Beauftragter die vom Domkapitel gegen Bischof Alois Schwarz erhobenen Vorwürfe prüfen und "sich die aktuellen Vorgänge in der katholischen Kirche in Kärnten genau ansehen", so Kardinal Schönborn gegenüber der Agentur "Kathpress".

Der Salzburger Oberhirte spricht von einer "Unruhe", welche das Konfliktbistum seit Jahren erfasst habe. Lackner äußerte sich in einer Stellungnahme zu seiner Aufgabe als Apostolischer Administrator.

"Meine erste Aufgabe ist es, zu hören. Mit größtmöglicher Offenheit und objektiv werde ich auf alle Seiten zugehen, alles prüfen und den Bericht nach Rom übermitteln. Den Dienst beginne ich Mitte Jänner mit vertrauensvollem Wohlwollen gegenüber der Kirche in Kärnten. Ich bitte um offene Kooperation und sachliche Ehrlichkeit."

Zu dieser sind alle Beteiligten gemäß Kirchenrecht verpflichtet, auch die acht Kleriker des Domkapitels in Gurk-Klagenfurt, deren Sprecher, der Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger, die Vorwürfe gegen den früheren Bischof Alois Schwarz in einer Erklärung am 18. Dezember angesprochen hatte. 

Bischof Schwarz ist mittlerweile Oberhirte von St. Pölten (CNA Deutsch berichtete). Sowohl er als auch der Gurker Guggenberger haben eine "volle Kooperation" der Visitation zugesagt und diese begrüßt.

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