Millionen Pilger sollen digitale Wallfahrt machen: Basilika von Guadalupe geschlossen

Papst Franziskus inzensiert das Bild Unserer Lieben Frau von Guadalupe im Petersdom am 12. Dezember 2017
Foto: CNA / Daniel Ibanez

Wegen der COVID-19-Pandemie müssen Millonen Gläubige dieses Jahr verzichten: Die wohl berühmteste Basilika Amerikas wird vom 10. bis 13. Dezember geschlossen. Das hat die Verwaltung von Mexiko-Stadt in Abstimmung mit der Erzdiözese Mexiko und der Mexikanischen Bischofskonferenz beschlossen.

Die Katholische Kirche feiert am 12. Dezember das Fest der Erscheinungen der Madonna von Guadalupe

Jedes Jahr kommen etwa 10 Millionen Pilger aus ganz Amerika in die Basilika von Guadalupe, um diesen Feiertag zu begehen. Doch die Gläubigen kommen aus allen Ländern der Erde, und sie kommen das ganze Jahr über: Jährlich wird der Marienwallfahrtsort von insgesamt rund 20 Millionen besucht.

Dieses Jahr wird alles anders. Am 12. Dezember soll ein Sicherheitsdienst in der Nähe der Basilika von Guadalupe, Gläubige vom Betreten der Basilika abhalten und sie informieren, wie sie die Feier über die Medien zu mitverfolgen können. Die Entscheidung dazu sei einhellig gefallen, meldet ACI Prensa, die spanischsprachige Partner-Agentur von CNA Deutsch.

"Die Gläubigen sind daher eingeladen, das Fest der Jungfrau von Guadalupe in ihren Pfarreien und Privatwohnungen im Einklang mit den Maßnahmen zur Eindämmiung der Coronavirus-Pandemie zu feiern und die Feiern in der Basilika über Radio- und Fernsehkanäle und digitale Plattformen mitzuverfolgen", wie das Presseorgan der Päpstlichen Missionswerke meldet.

Der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Kardinal Carlos Aguiar Retes, erklärte, dass die gesundheitlichen Bedingungen, unter denen das Land aufgrund von Covid-19 leidet, es dieses Jahr nicht erlaubten, die Jungfrau von Guadalupe mit Wallfahrten zu feiern.

Die Basilika von Guadalupe hat ein umfangreiches Aktivitätenprogramm vorbereitet, das auf der Website www.virgendeguadalupe.org.mx zugänglich ist und über Fernsehen und Internet verfolgt werden kann.

"Unser gemeinsames Anliegen ist die Gesundheit und das Leben der Gläubigen. Unsere Liebe Frau von Guadalupe ist für den Schutz des Lebens. Deshalb pilgern wir zu ihr. Die Jungfrau wird jetzt über die Medien, die wir heute haben, zu uns nach Hause kommen", so der Kardinal.

Der Vorsitzende der mexikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Rogelio Cabrera López von Monterrey, betonte: "Wir schließen uns dem Schmerz aller Mexikaner an, die unter dieser Pandemie gelitten haben und denken an diejenigen, die krank sind, und an diejenigen, die gestorben sind. Wir wollen mit unseren lokalen Behörden und den Regierungen unserer Städte zusammenarbeiten, um zum Wohle ganz Mexikos die notwendigen Maßnahmen umzusetzen, die nicht die Begeisterung und Hingabe und den Glauben derer nicht schmälern, die unsere Liebe Frau von Guadalupe verehren".

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