Papst Franziskus ernennt Krankenpfleger zu seinem persönlichen Gesundheitsassistenten

Papst Franziskus wird am 5. Mai 2022 im Rollstuhl zu einer Audienz in die Audienzhalle gebracht.
Foto: CNA Deutsch / Daniel Ibanez

Der Vatikan hat am Donnerstag mitgeteilt, dass Papst Franziskus einen persönlichen Gesundheitsassistenten ernannt hat. Der Pontifex bestimmte Massimiliano Strappetti, einen Krankenpfleger aus dem Vatikan, dem er die Rettung seines Lebens zugeschrieben hat, ihm zusätzliche Hilfe zu leisten.

"Ein Krankenpfleger, ein Mann mit viel Erfahrung, hat mir das Leben gerettet", sagte der 85-jährige Papst, der mit Mobilitätsproblemen zu kämpfen hat, dem spanischen Radiosender COPE nach seiner Dickdarmoperation im vergangenen Sommer.

Laut der italienischen Zeitung La Repubblica riet Strappetti Papst Franziskus, sich untersuchen zu lassen, nachdem er im Februar 2021 das erste Mal an einer Divertikulitis erkrankt war. Zusammen mit dem medizinischen Personal des Papstes empfahl er eine Operation, um eine Verschlimmerung des Problems zu verhindern.

Der Krankenpfleger des Vatikans war auch Teil des medizinischen Teams von Papst Franziskus während seiner Reise nach Kanada und begleitete ihn bei einigen seiner öffentlichen Auftritte im Rollstuhl.

In seiner neuen Funktion wird Strapetti mit dem Leibarzt von Papst Franziskus, Dr. Roberto Bernabei, einem Professor für innere Medizin und Geriatrie an der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen in Rom, zusammenarbeiten.

Der 52-jährige Krankenpfleger arbeitet seit 2002 im Vatikan, nachdem er acht Jahre lang auf der Intensivstation des römischen Gemelli-Krankenhauses tätig war. Er diente als Koordinator für die Krankenschwestern bzw. -pfleger im vatikanischen Gesundheitssystem und spielte eine aktive Rolle in der medizinischen Wohltätigkeitsorganisation des Vatikans für Obdachlose.

Die Ernennung des neuen Gesundheitsassistenten durch Papst Franziskus am 4. August erfolgte einige Tage, nachdem er Journalisten auf seinem Rückflug aus Kanada mitgeteilt hatte, dass er seine Reisetätigkeit aus gesundheitlichen Gründen etwas einschränken müsse.

Seit Mai, als er sich wegen einer Knieverletzung in ärztliche Behandlung begab, benutzt der Papst bei seinen öffentlichen Audienzen abwechselnd einen Stock oder einen Rollstuhl. Auch seine Auslandsreisen in den Libanon und nach Afrika hat Papst Franziskus aus gesundheitlichen Gründen verschoben.

"Ich glaube nicht, dass ich das gleiche Reisetempo wie früher halten kann", sagte der Papst bei einer Pressekonferenz während des Fluges am 30. Juli. "Ich denke, dass ich in meinem Alter und mit dieser Einschränkung ein wenig kürzer treten muss, um der Kirche dienen zu können, oder im Gegenteil über die Möglichkeit eines Rücktritts nachdenken muss."

Übersetzt und redigiert aus dem Original von Catholic News Agency, der englischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.

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