Papst Franziskus reist im September nach Kasachstan

Papst Franziskus mit dem kasachischen Außenminister Muchtar Tileuberdi, 30. Mai 2022
Foto: Vatican Media

Der Vatikan hat einen genauen Termin für die bereits bestätigte Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Kasachstan angekündigt. Auf Einladung "der gesellschaftlichen und kirchlichen Autoritäten" werde der Pontifex vom 13. bis zum 15. September 2022 "die Stadt Nur-Sultan anlässlich des VII. Kongresses der Führer der Welt- und Traditionsreligionen besuchen".

Nur-Sultan ist die Hauptstadt von Kasachstan, die bis 2019 Astana hieß und zuvor die Namen Aqmola, Zelinograd und Akmolinsk führte.

Der "Kongress der Führer der Welt- und Traditionsreligionen" fand erstmals 2003 statt. Zu den Zielen des Kongresses gehört "die Schaffung von Frieden, Harmonie und Toleranz als unerschütterliche Grundsätze der menschlichen Existenz", das Erreichen "von gegenseitiger Achtung und Toleranz zwischen Religionen, Konfessionen, Nationen und ethnischen Gruppen" sowie die Verhinderung des Missbrauchs "von religiösen Gefühle der Menschen zur Eskalation von Konflikten und Feindseligkeiten".

Schon im April hatte der Vatikan die Reisepläne bestätigt, aber noch keine konkreten Eckdaten genannt. Ende Mai hieß es, der Papst wolle zum "Kongress der Führer der Welt- und Traditionsreligionen" nach Kasachstan reisen. Nun wurden die genauen Daten veröffentlicht, aber noch kein detailliertes Programm.

Die Zeitverschiebung zwischen Rom und Nur-Sultan beträgt vier Stunden: Am Mittag römischer Zeit ist es bereits 16 Uhr in der kasachischen Hauptstadt.

Kasachstans Bevölkerung ist zu 70 Prozent islamisch. Etwa 26 Prozent sind Christen. Zur katholischen Kirche gehören lediglich zwei Prozent – weniger als 200.000 Menschen.

Die kirchliche Hierarchie in Kasachstan ist noch jung, auch wenn das Christentum dort bis ins zweite Jahrhundert zurückreicht. Nach dem Ende der Sowjetunion gründete Papst Johannes Paul II. zunächst eine Apostolische Administratur. Inzwischen gibt es ein Erzbistum, zwei Bistümer und eine Apostolische Administratur auf dem Staatsgebiet.

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