Papst Franziskus: So kämpft man mit St. Josef für Arbeit in Würde für alle

Papst Franziskus in der Kapelle des Domus Sanctae Marthae am Fest Josef der Arbeiter, 1. Mai 2020.
Foto: Vatican Media

Jeder Mensch hat ein Anrecht auf Arbeit in Würde und Fairness – und eine Berufung. Das hat Papst Franziskus am heutigen 1. Mai betont, dem Festtag von St. Josef dem Arbeiter.

In der Kapelle seiner Residenz im Vatikan betete der Pontifex dafür, dass der heilige Josef "uns hilft, für die Würde der Arbeit zu kämpfen".

Die heilige Messe widmete der Papst dem Anliegen, dass "es niemandem an Arbeit mangelt, damit alle gerecht entlohnt werden, damit sie die Würde der Arbeit und die Schönheit der Ruhe genießen können". 

Am "Tag der Arbeit", der auch von Nichtgläubigen begangen wird, wie der Papst sagte, sollen sich Christen nicht nur dem Anliegen aller anschließen, "die für Gerechtigkeit in der Arbeit und gute Unternehmer kämpfen, die ihre Arbeit mit Gerechtigkeit verrichten, auch wenn sie Geld verlieren".

In seiner Predigt erinnerte der Pontifex daran, dass ein italienischer Unternehmer ihn vor zwei Monaten angerufen und um seine Gebete gebeten hatte, weil der Mann keinen seiner Angestellten entlassen wollte. "Denn einen von ihnen zu entlassen, bedeutet, mich zu entlassen", sagte der Mann.

Der Papst lobte "so viele gute Unternehmer, die die Arbeiter beschützen, als wären sie ihre Kinder".

Christen sehen in der Arbeit aber grundsätzlich eine von Gott geschenkte Berufung betonte Franziskus. Denn der Mensch ist zur Arbeit berufen, betonte er: Zu "schaffen, erzeugen, arbeiten".

"Man kann arbeiten, wenn die Bedingungen stimmen und die Würde der Person respektiert wird."

Damit geht dem menschlichen Schaffen auch immer eine vom Schöpfer geschenkte Gabe zur Kreativität einher, fuhr Franziskus fort: Auch der Mensch sei "ein Schöpfer", und deshalb habe die Arbeit "in sich selbst eine Güte, schafft die Harmonie der Dinge und bezieht den Menschen in seiner Gesamtheit mit ein, in sein Denken, in sein Fühlen, in sein Handeln". 

Nach der Feier des Messopfers setzte der Papst das Altarsakrament aus und spendete den Segen mit dem Allerheiligsten, bevor er mit den Zuschauern einen Akt der Geistigen Kommunion betete.

Schließlich sang die kleine Gemeinde in der Kapelle die österliche marianische Antiphon "Regina caeli".

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