Papst Franziskus: Wir sind alle Brüder, und Pharisäer belasten andere

Papst Franzisus grüßt Gläubige auf dem Petersplatz zum Angelus-Gebet
Foto: CNA / L'Osservatore Romano
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Ratschläge über den richtigen Umgang mit Macht und Autorität hat Papst Franziskus am Rande des Angelus-Gebets am heutigen Sonntag gegeben.

Sein eigenes Amt wird seit Gregor I. als "Servus Servorum Dei" beschrieben: Als Diener der Diener Gottes. Ein Verständnis, dass der Papst beim heutigen traditionellen Mittagsgebet den Gläubigen ans Herz legte.

"Wir sind alle Brüder, und wir dürfen uns nicht über andere durch Macht erheben, auf sie herabblicken. Wir sind alle Brüder. Bescheidenheit ist wesentlich für eine Existenz, die sich an der Lehre Jesu orientiert".

Mit Verweis auf die Lesung zum Tage aus dem Evangelium bei Matthäus, in der Jesus die Pharisäer scharf angeht, anderen die Lasten aufzubürden, die sich nicht selber zu tragen bereit sind, sagte Franziskus: "Mir tut es persönlich weg, Leute zu erleben, die psychologisch so leben, dass sie Ehren hinterherlaufen".

Das Doppelleben, dass Jesus in der Heiligen Schrift tadelt, sei auch heute bei Menschen mit kirchlicher wie weltlicher Verantwortung häufig anzutreffen.

Was jemand predige, müsse er auch leben, so Franziskus. Echte Autorität übe man durch gutes Beispiel aus, nicht verlogenen Ehrgeiz. 

Nach dem Gebet des Engels des Herrn erinnerte der Papst an die 1995 von einem hinduistischen Extremisten getötete Märtyrerin Schwester Regina Maria Vattalil. Die 41 Jahre alte Nonne wurde am Samstag seliggesprochen. 

Elise Harris und Veronica Giacometti trugen zur Berichterstattung bei. 

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