Parolin in Fatima: Europa muss mit einer einzigen Stimme sprechen

Kardinal Parolin in Fatima
Foto: PD Via ACI Stampa
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Während man darauf wartet, dass das Datum für die Reise von Papst Franziskus bestätigt wird, öffnet der Kardinalstaatssekretär in diesen Tagen als Pilger den Weg. Ein Termin Kardinal Parolins ist dabei auch die Konferenz unter dem Titel "Die Identität Europas" an der Katholischen Universität Portugals.

"Ich glaube, dass man die Identität Europas nur historisch und kulturell definieren kann", so der Kardinal, und dass die Geschichte Europas "eine plurale Geschichte ist, auch innerhalb des Christentums selbst mit seinen Spaltungen und Eigenheiten".

Parolin betonte, dass "die Sorgen um die Zukunft des europäischen Projektes in der aktuellen internationalen Lage zugenommen haben. Aber wir dürfen die in der Geschichte erzielten Erfolge nicht vergessen, in erster Linie die Europäische Union selbst." Dieses Europa muss heutzutage aber auch "eine Vielzahl von in der Geschichte nie da gewesenen Krisen gleichzeitig in Angriff nehmen". "Angesichts der aktuellen politischen Krise ist Europa nicht in der Lage, mit einer einzigen Stimme zu sprechen", weil "ein Europa fehlt, das Hilfsprojekte und humanitäre Eingriffe verwirklicht, die darauf abzielen, die Konflikte zu beenden."

Der Kardinalstaatssekretär hob hervor, dass sich dieses Phänomen in der europäischen öffentlichen Meinung "fälschlicherweise mit der großen Herausforderung verbindet, die Europa heute bewältigen muss: die Massenemigration aus Nordafrika und dem Mittleren Osten."

Deshalb ist es notwendig "die christlichen Wurzeln wiederzufinden, aus denen sich die Geschichte Europas entwickelt hat, um unserer öffentlichen Verantwortung in vollem Umfang gerecht zu werden. Wir Christen zuallererst."

Weitere Termine des Kardinals sind einige institutionelle Treffen und natürlich die eigentliche Wallfahrt zur Erscheinungskapelle.

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