Pater Pios unversehrter Leib kommt nach Rom

Zahllose Statuen, Bilder und Andenken gibt es von dem beliebten Heiligen und Mystiker
Foto: Massimiliano Galardi via Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
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Die Kapuziner haben es gerade bestätigt: Der unverweste Leib des heiligen Pio von Pietrelcina, des Heiligen mit den Wundmalen, wird anlässlich des Jubiläums der Barmherzigkeit und auf Wunsch von Papst Franziskus vom 3. bis 11. Februar endlich nach Rom kommen, damit die Gläubigen ihn verehren können.

Der Schrein, der die menschlichen Überreste des Heiligen birgt, wird zuerst am 3. und  4. Februar in die Basilika San Lorenzo al Verano gebracht werden, zusammen mit den Reliquien des Leibes des heiligen Leopold Mandic, eines weiteren Heiligen des Kapuzinerordens.

Danach werden beide Heilige am 5. in den Petersdom überführt, wo der Papst am 6. Februar den Mitgliedern der Gebetsgruppe "Padre Pio" und den Gläubigen der italienischen Diözese Manfredonia, in der sich San Giovanni Rotondo befindet – der Ort, an dem sich das Heiligtum Pater Pios befindet und an dem er selbst gelebt hatte – eine besondere Audienz gewähren wird.

Des weiteren wird der Papst am 9. Februar im Petersdom der Heiligen Messe mit Kapuzinern aus aller Welt vorstehen und am folgenden Tag, dem Aschermittwoch, wird Franziskus, als eine seiner Initiativen für das Heilige Jahr, die Priester als Missionare der Barmherzigkeit aussenden.

Am 11. werden die Reliquien des Leibes des stigmatisierten Heiligen Rom verlassen, um nach Pietrelcina, seinem Geburtsort, gebracht zu werden. Dort werden sie bis zum 14. Februar bleiben.

Genau in diesen Tagen jährt es sich zum hundertsten Mal, dass der Heilige Pietrelcina verließ (am 17. Februar 1916), wo er 29 Jahre lang gelebt hatte, um sich zuerst nach Foggia und dann nach San Giovanni Rotondo zu begeben.

Die Tageszeitung der italienischen Bischofskonferenz, Avvenire, berichtet, wie Pater Pio am ersten Sonntag im August 1968, wenige Monate vor seinem Tod, zu einem seine   m m mr Kapuzinerbrüder gesagt hatte, dass er seinen Geburtsort "mehrere Jahre nach seinem Tod" besuchen werde. "Pater, sie leben noch hundert Jahre" antwortete Pater Mariano. "Der Herr weiß es...". "Wenn sie gestorben sein werden, wird es Zeichen und Wunder geben, die Kirche wird sie auf die Altäre legen. Man wird ihren Leib von hier nehmen und eine wunderbare Reise nach Pietrelcina unternehmen. Hab ich das so richtig gesagt?" Pater Pio verschränkte die Hände, nickte zweimal und sagte: "So wird es sein", erzählte Pater Mariano.

Iaria berichtet in einem neuen Buch über Pater Pio mit dem Titel "Quei tre giorni di Padre Pio" (Jene drei Tage des Pater Pio) von der Bedeutsamkeit Pietrelcinas im Leben des Heiligen: "Man kann das Leben dieses in der ganzen Welt verehrten Bruders nicht verstehen, wenn man Pietrelcina nicht besucht" sagt er. Es ist nicht nur die Stadt, in der er geboren wurde, sondern in der er auch "die ersten Wundmale erhielt, ungefähr ein Monat vor seiner Priesterweihe."

Die Nachricht, dass der Leib Pater Pios nach Rom kommen würde, wurde im vergangenen Juli von seiner eigenen Kongregation verbreitet. In einer Nachricht auf seiner Website informierte der Konvent, dass der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung, Rino Fisichella, einen Brief an den Erzbischof von Manfredonia-Vieste-San Giovanni Rotondo (Italien), Michele Castoro, gesandt hatte, um ihm den Wunsch des Papstes mitzuteilen.

"Der Heilige Vater hat den sehnlichen Wunsch ausgedrückt, dass die Überreste des heiligen Pio von Pietrelcina am Aschermittwoch des kommenden außerordentlichen Heiligen Jahres im Petersdom exponiert werden; an dem Tag, an dem in alle Welt die Missionare der Barmherzigkeit ausgesandt werden, denen der besonderen Auftrag zu predigen und die Beichte abzunehmen übertragen wird, damit sie lebendiges Zeichen dafür seien, wie der Vater alle annimmt, die seine Vergebung suchen."

In diesem Sinn heißt es im Brief, dass "die Gegenwart der Überreste des Heiligen ein wertvolles Zeichen für alle Missionare und Priester sein wird, die Kraft und Unterstützung für ihre eigene Mission finden werden in seinem wunderbaren Beispiel als unermüdlichem, aufnahmebereitem und geduldigem Beichtvater, einem authentischen Zeugnis der Barmherzigkeit des Vaters."

Pater Pio wurde am 16. Juni 2002 vom heiligen Papst Johannes Paul II. auf dem Petersplatz heiliggesprochen.