Pfarrer Jacques Hamel: Diözesanes Seligsprechungsverfahren abgeschlossen

Pfarrer Jacques Hamel
Foto: Diözese Rouen
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Die diözesane Phase der Seligsprechung des von Islamisten ermordeten französischen Pfarrers Jacques Hamel ist abgeschlossen.

Das hat Erzbischof Dominique Lebrun von Rouen mitgeteilt.

Der Priester war am 26. Juli 2016 beim Feiern der heiligen Messe in der Kirche Saint Etienne in Rouvray (Normandie) getötet worden.

Zwei Anhänger des Islamischen Staats waren während des Gottesdienstes in die Kirche eingedrungen, hatten Geiseln genommen und den über 80 Jahre alten Geistlichen gezwungen, sich hinzuknien, und ihm dann die Kehle durchgeschnitten. Die letzten Worte des Priesters sollen: "Vade retro, Satanas" – weiche von mir, Teufel – gewesen sein.

Papst Franziskus hatte – wie CNA berichtete – bei einer Begegnung mit Angehörigen des Ermordeten den Prester als Märtyrer gewürdigt. Anfang Oktober 2016 wurde Erzbischof Lebrun von der Römischen Kongregation für die Heiligsprechungsverfahren informiert, dass Papst Franziskus die übliche Wartezeit von fünf Jahren aufgehoben habw und die offizielle Untersuchung autorisierte, die den Auftakt des Verfahrens bedeutete.

Nach einer entsprechenden Bekanntgabe am Karfreitag, 13. April 2017, wurde die Diözesanphase des Seligsprechungsverfahrens am 20. Mai 2017 offiziell eröffnet und nun mit der abschließenden Sitzung in der Kirche Unserer Lieben Frau von der Verkündigung im Erzbistum Rouen beendet.

Während dieser Phase fanden nach Angaben von "Fides" insgesamt 66 Anhörungen statt, bei denen die fünf Augenzeugen des Mordes angehört wurden sowie 51 weitere Zeugen, darunter Familienangehörige von Pfarrer Hamel, Freunde, Gemeindemitglieder, Priester – und 5 Zeugen von Amts wegen.

Die Hauptfragen betrafen die Umstände der Bluttat, das Leben von Pfarrer Hamel und wie er die christlichen Tugenden lebte, sowie sein Ruf der Heiligkeit und die Gnadenereignisse, die seiner Fürsprache zugeschrieben werden.

Zwei Theologen untersuchten laut Aussage der Erzdiözese die in den Pfarrbriefen veröffentlichten Schriften von Pfarrer. Das vollständige Dossier, das jetzt an die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren im Vatikan geschickt wird, umfasst Berichten zufolge11.496 Seiten.

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