Polizei untersucht Vorfall bei Ostermesse in Münchner Paulskirche

Die mächtige Paulskirche in München ist ein weithin sichtbares Gotteshaus in der bayerischen Landeshauptstadt
Foto: High Contrast / Wikimedia (CC BY 3.0 de)
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Ein Kommissariat der Bayerischen Polizei ermittelt in einem Vorfall in der Osternacht, bei der ein 36 Jahre alter Somalier eine Osterfeier in einer Münchner Kirche störte und offenbar mit Steinen um sich warf. 

Mehrere Medien berichten unter Berufung auf Aussagen von Augenzeugen, der Mann habe "Allahu Akbar" gerufen. Weder die Polizei noch das Erzbistum München und Freising können dies bislang jedoch bestätigen.

Nach offiziellen Angaben der Behörden betrat der Mann am Karsamstag, dem 20. April, gegen 21:33 Uhr die St.-Pauls-Kirche. Dort feierte gerade die kroatische katholische Gemeinde München die Osternacht.

"Er betrat die Kirche durch den Haupteingang, während er gestikulierend und lärmend nicht verständliche Worte rief. Zudem soll er mehrere Steine im Kirchenraum geworfen haben. Ob der Beschuldigte tatsächlich 'Allahu Akbar' gerufen hat, oder es sich hierbei um eine Fehlinformation handelt, wird derzeit noch geprüft", so die Polizei.

Einige Messebesucher hätten daraufhin fluchtartig die Kirche verlassen, und weitere seien ihnen gefolgt, erklärte die Polizei weiter. "Hierbei verletzten sich nach derzeitigem Stand neun Personen leicht. Davon wurden vier Personen zur weiteren Abklärung in Münchener Krankenhäuser transportiert".

"Der Mann wurde zunächst durch Gottesdienstbesucher festgehalten und schließlich durch Polizeikräfte festgenommen. Es handelt sich um einen 36-Jährigen Somalier. Gegen den Mann wurde zwischenzeitlich Haftbefehl unter anderem wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens und versuchter gefährlicher Körperverletzung erlassen."

Bei dem Mann seien keine pyrotechnischen Gegenstände und Waffen gefunden worden.

Auf Anfrage von CNA Deutsch bestätigte das Erzbistum München und Freising den Vorfall. Eine abschliessende Bewertung sei jedoch noch nicht möglich, angesichts der laufenden Ermittlungen.

"Das Erzbistum München und Freising steht generell in regelmäßigen Austausch mit den Sicherheitsbehörden, mit dem Ziel, bestmögliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen", erklärte eine Sprecherin gegenüber CNA Deutsch.

In der Osternacht wurden bei gezielten Anschlägen von Islamisten gegen Christen und westliche Touristen über 290 Menschen getötet und 500 Personen verletzt. 

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