Das will Papst Franziskus als Erbe hinterlassen

Papst Franziskus im Interview mit Noel Díaz von "El Sembrador Nueva Evangelización".
Foto: ESNE

Was will Papst Franziskus als Erbe hinterlassen? In einem nun veröffentlichten Interview mit dem Sender “ESNE” hat er es verraten. Franziskus sagte, dass er "gern jedem christlichen Haus, jeder christlichen Familie, jedem christlichen Volk hinterlassen würde, das Bewusstsein ist, dass der Geist der Welt nicht von Gott kommt, dass er das Gegenteil Gottes ist."

Der Papst betonte, dass "wir in der Welt sein müssen; wir sind keine Klausurschwestern, wir sollen gut in der Welt verankert sein, aber immer sorgfältig Acht geben, dass wir nicht der Weltlichkeit verfallen."

"Die Weltlichkeit beginnt mit dem Geld, der Teufel tritt durch den Geldbeutel, durch das Geld ein. Jesus nennt das Geld ‘Herr’, wenn er sagt, dass niemand zwei Herren dienen kann; entweder dient er Gott oder dem Geld. Er sagt nicht dem Teufel, sondern dem Geld, das heißt diesem Herrn, dem Herrn der Welt."

"Bescheidenheit und Genügsamkeit"

Franziskus erläuterte, dass "Gott dienen heißt, nicht vom Geld abhängig zu sein – im Zentrum meines Lebens steht der Herr, nicht das Geld. Dieser Abschnitt des Evangeliums hat mich immer beeindruckt. Jesus sagt "Herr" zum Geld, es ist ein Herr – aber wenn dieser Herr befiehlt, dann zerstört er, wenn er dazu gebraucht wird, die Menschen zu benutzen."

Der Papst präzisierte, dass das Geld eine "Sicherheit gibt, die nicht jene Gottes ist. Einfach das Gehalt eines Monats aufbrauchen; aber mit einer gewissen Bescheidenheit und Genügsamkeit."

Um die Anhänglichkeit an den Reichtum zu erlläutern, erzählte Papst Franziskus den Fall eines Millionärs, der drei Tage vor seinem Tod eine Luxusvilla kaufte. Selbst an der "Schwelle zur Ewigkeit konnte er sich nicht vom Geld befreien" sagte er.

"Ich will nicht sagen, dass er verdammt worden ist oder nicht, denn er empfing die Sakramente und Gott verzeiht, aber wenn das Geld dich packt... der erste Schritt ist das Geld und es führt dich zur Eitelkeit."

"Sünde, die den Kopf mit Rauch füllt"

Die Eitelkeit ist dann der zweite Schritt auf dem Weg des Geistes der Welt. Diese Sünde, so Papst Franziskus, "erfüllt deinen Kopf mit Rauch. Statt den Leuten in die Augen zu sehen, blickt man auf sie herab. Ich bin besser. Die Eitelkeit – dem Eitlen gefällt es, sich zur Schau zu stellen wie ein Pfau. Jemand schaut einen Pfau an und er ist wirklich schön, nicht? Aber was ist die Wahrheit des Pfaus? Wenn er sich umdreht und du ihn von hinten sieht... das ist die Wahrheit, ich spreche von wahren Dingen. Der zweite Schritt ist die Eitelkeit."

"Was ist der dritte Schritt? Der Hochmut, der Stolz und daraus alle anderen Sünden."

"Der erste Schritt: das Geld, der Teufel im Geldbeutel; der zweite Schritt: die Eitelkeit. Wenn ich Geld besitze, bin ich eitel und statt es für das Guten zu gebrauchen, verwende ich es nur für mich selber, um meine Seele zu schminken, mein Leben zu schminken, alles zu schminken, meine gesellschaftliche Bedeutung oder was es auch sei..." so der Papst.

"Der dritte Schritt – bekräftigte der Heilige Vater – das ist der Stolz, der Hochmut, die Tugend des Teufels."

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