Sind das die fröhlichsten Nonnen der Welt?

Sie machen Musik für den Herrn – und sind Medienprofis der Evangelisierung: Die Communicadores Eucaristicas.
Foto: Communicadoras Eucaristicas CEPC
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Wer sie singen hört, wird sich die gleiche Frage stellen.

Die Communicadores Eucaristicas, die "Eucharistischen Kommunikatoren des himmlischen Vaters", sind eine Gemeinschaft von Nonnen aus Kolumbien, die eine große Leidenschaft für die Musik hegen und eine tiefe Sehnsucht danach haben, Gott zu verkünden durch die Geschenke und Talente, die Er ihnen gegeben hat.

Schwester Maria Victoria de Jesus sagte gegenüber CNA, die Mission ihres Apostolates sei, "durch so viele Kommunikationsmittel wie möglich zu evangelisieren", und fügte hinzu, dass es das Charisma der Schwestern "ist, die Liebe Gottes des Vaters zu kommunizieren".

Die Schwestern haben ein Album ihrer Musik in spanischer Sprache veröffentlicht: Yo le Canto, "Ich singe", sowie viele Musikvideos im Internet.

Derzeit nehmen die Schwestern neue Stücke für eine Veröffentlichung im Jahr 2017 auf. Und sie sind regelmäßig im katholischen Rundfunk zu hören: in Kolumbien, in Peru, und im Großraum von Los Angeles in den USA.

Gegründet wurde der Orden im Jahr 2004 von Mutter Gabriela von der Gekreuzigten Liebe und Pater Antonio Nooten. Beide kamen aus einer Eremiten Gemeinde. Die Communicadores leben in der Erzdiozöse Cali, im Südwesten Kolumbiens; die Gemeinschaft zählt mittlerweile 65 Nonnen, die sich alle der Evangelisierung durch soziale Medien widmen.

Schwester Maria von Nazareth, welche die musikalische Gruppe in der Gemeinschaft leitet, erinnerte an die Worte Papst Paul VI. sprach: "dass die Kirche sich schuldig mache, wenn sie nicht das machtvolle Medium des Fernsehens verwende, und das Johannes Paul II. sagte, es müsste eine Gruppe Menschen geben, welche sich den Kommunikationsmedien widmen. Und so wurde unsere Gemeinschaft geboren."

Schwester Maria Victoria von Jesus erzählte CNA, dass ihr musikalisches Apostolat vor drei Jahren begann, als wir unsere erste CD produzierten. "Dann begannen wir vergangenes Jahr , Musik-Videos zu produzieren um möglichst viele Menschen zu erreichen. Wir arbeiten in allen Bereichen die künstlerisch und audiovisuell sind:  Doppelpunkt Radio, Film, Musik, Fernsehen, und die sozialen Medien. "

Obwohl die Gemeinschaft 2004 gegründet wurde, um erst einmal in den Kommunikationsmedien zu arbeiten, wurde Musik schnell ein Teil der Evangelisierung, dank der Talente der Schwestern – und des Gebets: "Bevor man eine Botschaft 'rüberbringen kann, ist es wichtig, mit seiner eigenen Lebensführung Zeugnis abzugeben, dem Herrn gegenüber treu zu sein, seinem Ruf zu folgen. Wirklich, unsere Gelübde der Armut, des Gehorsams und der Keuschheit helfen uns, uns selbst zu schenken. Das erste Medium der Kommunikation ist unser Leben und das ist es, was die Welt braucht: Lebendiges Evangelium. Dann folgt der Rest", ist Schwester Maria Victoria überzeugt.

Die Drehbücher, Produktion, Regie, und Aufnahmen — alles wird von den Ordensschwestern selber geleistet, die auch in ihrer Gemeinschaft ausgebildet werden, um solche Aufgaben zu erledigen.

"Wir entwickeln alles selbst, wir sind geschult, ein gutes audiovisuelles Produkt herzustellen. Wir entwickeln die Inhalte auch als Produzenten, denn wir wollen, dass der Inhalt von hoher Qualität ist, für den Herren nur das Beste," so Schwester Maria Victoria.

"Unser Ziel ist es, alle Diözesen zu unterstützen. Damit die Kraft und Stärke, die es in der Kirche gibt, nicht nur bei uns in Cali sondern überall, gegenwärtig wird – da, wo auch immer es Menschen gibt, die nicht an Gott glauben oder ihn noch nichtwirklich kennen. Wir wollen helfen, die verlorenen Schafe zu suchen, und die zu stärken, die bereits zur Herde gehören", erklärt Schwester Maria von Nazareth.

"Wenn Menschen uns hören, sagen sie, dass sie einen großen Frieden verspüren, die Liebe Gottes des Vaters, und manche weinen sogar. Die Schwestern berühren die Herzen der Menschen durch ihr Gebetsleben... Jene Menschen, die eine Stimme der mutigen brauchen um sich von Gott geliebt fühlen zu können. Wir wollen den Menschen Hoffnung geben."

(Zuerst veröffentlicht am 15. April 2016)