Surf-Seelsorge: Die Wellenreiter-Priester von Argentinien

"Für viele ist es eine Zeit, sich zu erholen, sich zu entspannen und dem hektischen Alltag zu entfliehen, mit der Natur vereint zu sein und eine Art religiöse Erfahrung zu haben."
Foto: Pixabay / skeeze (CC0)
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Pfarrer Santiago Arriola ist davon überzeugt, dass "unser ganzes Leben in all seinen Ausdrucksformen und Dimensionen zur Evangelisierung aufruft und evangelisiert werden kann".

Gemeinsam mit dem Priester Pablo Etchepareborda hat er eine Surf-Seelsorge an den Stränden von Mar del Plata in Argentinien gestartet.

Obwohl ihr Unterfangen noch "im Aufbau" begriffen ist, und Details geklärt werden müssten, schildern die beiden "Wellenreiter-Priester" zwei Erlebnisse, die sie ermutigen, damit weiterzumachen. 

Den Auftakt machte Pablo Etchepareborda im Sommer 2016. Der Priester segnete Surfbretter, das Meer und eine Gruppe von Surfern in Mar del Plata.

Kürzlich veranstalten die Priester vor Ort am Strand auch ein "Aloha-Encounter".

"Surfer begrüßen einander oft mit dem hawaiianische Wort 'Aloha', das eine Vielzahl von Bedeutungen hat, die sich alle darauf beziehen, dass man jemandem etwas Gutes wünscht", so Arriola gegenüber ACI Prensa, der spanischsprachigen Schwester-Agentur von CNA.

Surfer-Seelsorge in Mar del Plata (Fotos mit freundlicher Genehmigung von Pfarrer Santiago Arriolo)

Zwei Tage lang haben sich 18 Surfer, Bodysurfer und Stand-Up-Paddler zum gemeinsamen Gebet, zur persönlichen Kontemplation und gegegenseitgen Austausch getroffen – und natürlich gesurft.

Unter den Teilnehmern waren Katecheten und Mitglieder der aus Deutschland stammenden, katholischen Schönstatt-Bewegung, und "sowohl junge Menschen, die etwas Glaubenserfahrung haben, sich vielleicht in der Kirche einbringen – als auch andere, die von der Kirche ein wenig weggedriftet sind, aber immer noch mit ihrem Glauben ringen", so Arrila.

Für Surfer geht es beim Surfen nicht nur um den Sport, weiß der Priester: "Für viele ist es eine Zeit, sich zu erholen, sich zu entspannen und dem hektischen Alltag zu entfliehen, mit der Natur vereint zu sein und eine Art religiöse Erfahrung zu haben. Deshalb erschien es uns als wunderbare Gelegenheit, diese lebenswichtige Bedeutung des Surfens expliziter und gemeinschaftlicher zum Ausdruck zu bringen", erklärte er.

Der Priester sagte, dass sie noch andere Aktivitäten im Lauf des argentinischen Sommers (der zeitgleich ist mit den Wintermonaten der Nordhalbkugel) vorhaben. Die "Aloha-Begegnung" sei ohne Zweifel "eine sehr positive, lohnenswerte und bereichernde Erfahrung für uns alle, die wir  teilgenommen haben" gewesen – und habe in die Sehnsucht nach mehr geweckt.

Erstveröffentlichung bei ACI Prensa, der spanischsprachigen Schwester-Agentur von CNA Deutsch.

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