Synodaler Prozess der Weltkirche: Kardinal schlägt 7 Schlüssel zu dessen Verständnis vor

Kardinal Timothy Dolan, Erzbischof von New York
Foto: Erzbistum New York

Der Erzbischof von New York, Kardinal Timothy Dolan, hat sieben Schlüssel vorgeschlagen, um den synodalen Prozess der Weltkirche zu verstehen und erfolgreich umzusetzen.

In einer Predigt am vergangenen Sonntag, dem 17. Oktober, erinnerte der Kardinal in der Kathedrale des heiligen Patrick daran, dass Papst Franziskus vor einer Woche den synodalen Prozess in Rom eröffnet hatte - eine Gewissenserforschung darüber, wie die Kirche gemäß jenem Vorbild lebt, das Jesus gegeben hat.

Die Arbeiten des synodalen Prozesses bereiten die Synode über Synodalität in Rom vor: Sie werden in drei Phasen durchgeführt und im Oktober 2023 mit der XVI. ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode enden.

"Was ist diese Synodalität, von der Papst Franziskus häufig spricht? Ich weiß nicht, ob ich es ganz verstehe oder ob der Heilige Vater ehrlich zugibt, dass er es auch nicht ganz versteht, und uns deshalb diese Aufgabe übertragen hat", so Kardinal Dolan wörtlich.

Der amerikanische Kardinal erklärte, dass der Heilige Vater "möchte, dass wir uns im Gebet, im Zuhören, in der Unterscheidung und in der Prüfung der eigenen Person, der Kirche und der Gemeinschaft vereinen, um zu sehen, ob wir wirklich auf dem Weg gehen, den Jesus für seine geliebte Braut, seinen mystischen Leib, die Kirche, festgelegt hat."

In diesem Sinne schlug der Kardinal sieben Schlüssel vor, die ACI Prensa, die spanischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch, aufgegriffen hat: 


1. Zentralität des Heiligen Geistes

Der Kardinal erklärte, dass "die Energie und die Führung der Kirche vom Heiligen Geist kommen und nicht von uns selbst".


2. In der Welt sein, ohne von der Welt zu sein

"Während wir in der Welt sind, sind wir nicht von der Welt. Deshalb kommen die Prinzipien, die uns leiten, aus dem Evangelium, der Offenbarung und dem Erbe der Lehre der Kirche."


3. Sakralität des menschlichen Lebens

Der Kardinal wies auch darauf hin, dass "die Grundsätze der innewohnenden Würde jeder menschlichen Person und der inhärenten Heiligkeit allen menschlichen Lebens die Leuchttürme und Säulen unseres Weges sind."

 

4. Jesus ist es, der uns leitet

"Unseren Weg durch dieses Leben zurück in die wahre und ewige himmlische Heimat gehen wir am besten wie eine Reise, auf der wir gemeinsam voranschreiten und uns gegenseitig begleiten, mit Jesus als unserem Führer; und seine allerseligste Mutter, die Heiligen und wir Sünder, Seite an Seite.


5. Den Bedürftigsten helfen

Der Kardinal betonte auch, dass wir dabei "besonders auf diejenigen achten müssen, die am Rand des Weges stehen, besonders die Kranken, die Schwachen, die Armen oder jene, die mit unserem Tempo nicht Schritt halten können."


6. Gebet und Sakramente

Der Erzbischof von New York erinnerte daran, dass "unser Reichtum nur aus dem Glauben, aus dem Vertrauen, aus dem Gebet, aus den Sakramenten und aus der Gnade Gottes kommt. Und dass Barmherzigkeit, Liebe, Entgegenkommen, Freude, großzügiger Dienst und gutes Beispiel unsere einzigen Werkzeuge sind - niemals Härte, Verurteilung oder Stolz."


7. Loyale Katholiken sein

"Das bedeutet Synodalität in Kürze. Wir sind treue Katholiken. Der Heilige Vater hat uns gebeten, ihm zu helfen, die Kirche immer unter jener Führung zu bewahren, mit der Jesus, unser guter Hirte, uns führt" endete er.

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