Überblick zum neuen Jahr: Diese Kardinäle könnten in einem Konklave den neuen Papst wählen

12. März 2013, einen Tag vor der Wahl von Papst Franziskus: Das Kardinalskollegium feiert im Petersdom eine "Pro eligendo Pontifice"-Messe zur Wahl eines neuen Papstes, bevor es in die Sixtinische Kapelle zum päpstlichen Konklave ging.
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Ab dem ersten Monat des Jahres 2021 besteht das Kardinalskollegium aus 229 Mitgliedern, von denen 128 unter 80 Jahre alt sind und somit in einem zukünftigen Konklave den nächsten Papst wählen können.

Es war der heilige Paul VI., der am 20. November 1970 festlegte, dass Kardinäle, die 80 Jahre und älter sind, nicht am Prozess der Papstwahl teilnehmen können. Der damalige Papst entschied, dass ein Kardinal nach Erreichen des 80. Lebensjahres das Recht verliert, den Papst zu wählen und damit auch das Recht, am Konklave teilzunehmen.

Im Jahr 2021 werden sechs Kardinäle der katholischen Kirche dieses Privileg verlieren: drei aus Afrika, zwei aus Europa und einer aus Ozeanien. Vier der sechs erhielten den roten Hut von Papst Johannes Paul II. bei seinen letzten beiden Konsistorien in den Jahren 2001 und 2003.

Der erste Kardinal, der im Laufe des Jahres - am 27. Februar - 80 Jahre alt wird, ist Gabriel Zubeir Wako, emeritierter Erzbischof von Khartoum. Er wurde im Jahr 2003 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal ernannt.

Am 8. März wird Kardinal Wilfried Fox Napier aus Durban, das Stimmrecht in einem zukünftigen Konklave verlieren. Er wurde ebenfalls von Johannes Paul II. zum Kardinal ernannt.

Ebenfalls 2003 zum Kardinal ernannt, wird Kardinal George Pell, ehemaliger Präfekt des Sekretariats für Wirtschaft, am 8. Juni 80 Jahre alt.

Am 19. Juli wird Kardinal Maurice Piat aus Port Louis 80 Jahre alt. Er erhielt von Papst Franziskus im Konsistorium im November 2016 den roten Hut.

Kardinal Beniamino Stella, Präfekt der Kongregation für den Klerus, wird am 18. August 80 Jahre alt. Er erhielt die rote Biretta von Papst Franziskus im Februar 2014.

Der letzte Kardinal, der im Jahr 2021 80 Jahre alt wird, ist Angelo Scola, emeritierter Erzbischof von Mailand. Johannes Paul II. ernannte ihn im Konsistorium des Jahres 2003 zum Kardinal, als Scola Patriarch von Venedig war.

Die kontinentale Aufteilung des Kardinalskollegiums sieht so aus, dass 108 Kardinäle aus Europa kommen, 54 davon sind wahlberechtigt. Es gibt 16 nordamerikanische Kardinäle, die wahlberechtigt sind, von den insgesamt 26. Es gibt neun Kardinäle aus Mittelamerika, von denen sieben wahlberechtigt sind. Südamerika hat 25 Kardinäle, von denen 14 stimmberechtigt sind. Asien ist mit 27 Kardinälen vertreten, von denen 16 unter 80 Jahre alt sind. Es gibt 28 afrikanische Kardinäle, von denen 17 wahlberechtigt sind. Ozeanien hat vier wahlberechtigte Kardinäle und zwei, die nicht wahlberechtigt sind.

Hannah Brockhaus trug zu dieser Meldung bei. Übersetzt und redigiert aus dem Original der CNA Deutsch-Schwesteragentur.