USA: Katholische Wähler "sehr besorgt" über Angriffe auf pro-life-Einrichtungen

Schmierereien an einer pro-life-Einrichtung in Longmont, Colorado
Foto: Longmont Public Safety

Katholische Wähler in den USA sind besorgt über Vandalismus und Angriffe auf Kirchen und pro-life-Schwangerschaftszentren, unabhängig davon, wie oft sie die Kirche besuchen. Eine neue Umfrage, die von EWTN in Auftrag gegeben wurde, ergab, dass mehr als 4 von 5 katholischen Wählern "sehr" oder "einigermaßen" besorgt über diese Angriffe sind.

"Sie haben ein Recht darauf, besorgt zu sein", sagte Mary FioRito, eine katholische Kommentatorin und Kardinal-Francis-George-Stipendiatin am Ethics and Public Policy Center, am 11. Juli gegenüber Catholic News Agency, der englischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch. "Ich glaube, dass es allein in den letzten 18 Monaten 120 oder mehr dokumentierte Fälle von Vandalismus gegen katholische Kirchen gegeben hat, einschließlich enthaupteter Statuen. Es gab einen Fall in Brooklyn, wo ein Tabernakel gestohlen wurde. Wirklich gewalttätige Angriffe."

Auf der Website der US-Bischofskonferenz wurden seit Mai 2020 152 Übergriffe auf Kirchen gezählt, darunter Brandstiftung, Enthauptung von Statuen sowie Kirchen- und Friedhofsvandalismus.

"Wir als Amerikaner haben für das Recht gekämpft, dass jeder seine Religion ohne Einschüchterung ausüben kann", sagte FioRito. "Es ist schockierend; so etwas sollte in diesem Land nicht passieren. Das ist nicht das, wofür wir stehen."

Die Einschätzungen von katholischen Gläubigen standen im Mittelpunkt einer Umfrage von RealClear Opinion Research, die von EWTN in Auftrag gegeben wurde (CNA Deutsch ist ein Angebot von EWTN News). Sie erreichte 1.757 katholische Wähler vom 15. bis zum 23. Juni.

Zu den Themen der Umfrage gehörten Vandalismus und Angriffe auf Kirchen. 84 Prozent der katholischen Wähler gaben an, dass sie "sehr" oder "einigermaßen" besorgt sind, darunter eine absolute Mehrheit von 61 Prozent, die "sehr besorgt" ist.

Auch pro-life-Einrichtungen, die schwangeren Frauen helfen wollen, sind Ziel von Vandalismus und Anschlägen. Etwa 81 Prozent der Befragten gaben an, dass sie über dieses Phänomen "sehr" oder "einigermaßen" besorgt sind. Rund 56 Prozent "sehr besorgt" sind.

Weitere 75 Prozent der Befragten gaben an, sie seien "sehr" oder "eingermaßen" besorgt über Vandalismus und das Abreißen von Statuen berühmter Katholiken. 51 Prozent waren "sehr besorgt". Was die allgemeine antichristliche Stimmung anbelangt, gaben 72 Prozent der Befragten an, sie seien besorgt (44 Prozent waren "sehr besorgt").

Die Befragten stammten aus einem breiten Spektrum von Katholiken. Etwa 68 Prozent der Befragten bezeichneten ihren katholischen Glauben als wichtig. Abgesehen von Hochzeiten und Beerdigungen gaben 40 Prozent der Befragten an, dass sie wöchentlich oder öfter in die Kirche gehen, während weitere 40 Prozent "monatlich bis jährlich" in die Kirche gehen.

"Es ist wirklich sehr erbaulich zu sehen, dass die Zahlen so hoch sind, selbst bei Menschen, die ihren Glauben nicht regelmäßig praktizieren", kommentierte FioRito.

Übersetzt und redigiert aus dem Original von Catholic News Agency, der englischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.

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