USA: Nach Schüssen auf Synagoge rufen Bischöfe zum Gebet und Handeln gegen Hass auf

Polizeiwagen (Referenzbild)
Foto: Pixabay (CC0)
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Mit einem Aufruf zum Gebet und gemeinsamen Handeln gegen Hass und Gewalt haben amerikanische Bischöfe auf den Anschlag gegen eine Synagoge in Pittsburgh reagiert.

Nach offiziellen Angaben eröffnete am Samstagmorgen (Ortszeit) ein Mann das Feuer auf Gläubige in der "Tree-of Life"-Synagoge in Squirrell Hill, Pittsburgh, als diese zur Feier des Sabbath am Samstagmorgen versammelt waren.

11 Menschen wurden nach derzeitigem Stand der Ermittlungen getötet, und zwei weitere befinden sich mit schweren Verletzungen in ärztlicher Behandlung, so die Polizei. Der 48 Jahre alte mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. 

US-Medienberichten zufolge schrie der Täter während des Angriffs "Alle Juden müssen sterben".

Die Behörden haben das Blutbad als ein Hassverbrechen eingestuft.

Bischof David Zubik von Pittsburgh verurteilte in einer ersten Stellungnahme jede Form von antijüdischem Fanatismus.

"Möge Gott uns von Angst und Hass befreien und Frieden in unser Leben, unsere Gemeinschaften und in die Welt säen", so Bischof Zubik am 27. Oktober. Er bete besonders für die Schwestern und Brüder jüdischen Glaubens sowie die Einsatzkräfte vor Ort.

Mit der Synagoge pflege das Bistum Pittsburgh seit Jahren eine enge, freundschaftliche Beziehung so der katholische Ortsbischof.

"Antijüdischer Fanatismus und jede Form von religiösem und ethnischen Fanatismus sind eine schreckliche Sünde", sagte Zubik.

Es gehe nun auch darum, "das Gebet in die Tat umsetzen, indem wir unsere Nächsten lieben und daran arbeiten, dass sich so etwas buchstäblich 'nie wieder' ereignet", betonte der Bischof.

Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Kardinal Daniel DiNardo von Galveston-Houston, betete für die Opfer und die Ersthelfer sowie den Trost ihrer Familien und Angehörigen.

"Möge der allmächtige Gott bei ihnen sein und sie in dieser tragischen Zeit trösten", so der Kardinal.

"Unseren Brüdern und Schwestern der jüdischen Gemeinde sage ich: Wir stehen bei euch. Wir verurteilen alle Gewalttaten und jedweden Hass und rufen unsere Nation und die Behörden auf, sich der Plage der Waffengewalt zu stellen", fuhr der Kardinal fort.

"Gewalt als Reaktion auf politische, rassische oder religiöse Unterschiede muss mit höchstmöglicher Anstrengung konfrontiert werden. Gott verlangt nichts Geringeres von uns". 

Bischof Paul Bradley von Kalamazoo, Michigan, der von 2004 bis 2009 als Weihbischof in Pittsburgh diente, reagierte auf das Blutbad in einem Twitter-Posting.

"Angesichts der schrecklichen Tragödie in einer Synagoge in Pittsburgh, in der mindestens acht Menschen ermordet und Dutzende weitere traumatisiert wurden, wollen wir noch einmal beten, dass Gott die Getöteten in seine barmherzigen Arme nimmt und ihnen ewige Ruhe gewährt. Möge es Frieden in der Welt und in unseren Herzen geben".

Auch US-Präsident Donald Trump und weitere Politiker verurteilten den Angriff auf das Schärfste.

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