Was Österreichs Bundespräsident über seine Begegnung mit Franziskus sagt (Bericht & Video)

Van der Bellen: "Schätze Papst als Repräsentanten einer ethisch und humanistisch orientierten Organisation"

Begegnung im Vatikan: Papst Franziskus und Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen am 16. November 2017
Foto: CTV

Die Mischung aus Intelligenz und Spiritualität habe ihn beeindruckt, sagte Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen heute nach seiner Audienz bei Papst Franziskus. Allerdings schätze er den Pontifex als "Repräsentanten einer ethisch und humanistisch orientierten Organisation", so der ehemalige Grünen-Politiker und Protestant, der sich heute als konfessionslos bezeichnet.

So war denn auch nicht das Christentum, sondern das aktuelle Problem der Migration Schwerpunkt-Thema des Gesprächs mit Franziskus – wie auch des anschließenden Austauschs mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.

In dem Gespräch mit Franziskus sei in diesem Zusammenhang auch erwähnt worden, teilte das Amt des Präsidenten mit, dass beide aus Migrantenfamilien stammten. Der Vater des Papstes sei aus Italien nach Argentinien ausgewandert, seine Familie stamme aus dem Baltikum, habe Van der Bellen gesagt.

Weiteres Thema der Begegnung sei der Klimawandel gewesen.

Zudem ging es beim Treffen mit dem Kardinalstaatssekretär auch um die Lage in der Ukraine, der Subsahara-Region – und in Bosnien-Herzegowina: Dort werde ein "Vakuum" durch "arabisch-türkische Institutionen" gefüllt. "Das kann uns auf Dauer nicht recht sein", wurde der Bundespräsident zitiert. 

Außerdem habe Van der Bellen Franziskus nach Österreich eingeladen – auch wenn eine Visite "in nächster Zeit wenig realistisch" sei.

Vor der Audienz beim Papst besuchte der Bundespräsident den Souveränen Malteser-Orden und die Gemeinschaft Sant'Egidio.

https://youtu.be/kUztelGQcBY

Video des Besuchs von Bundespräsident Van der Bellen (Quelle: CTV) 

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