Wie es ist, als Missionar in der Mongolei zu sein

Pater Francisco Javier Olivares, Missionar in der Mongolei
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Pater Olivares
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Als Francisco Javier Olivera auf die Welt kam, weihte seine Mutter ihm der Jungfrau Maria und betete dafür, dass ihr Sohn einmal ein Missionar in Asien wird.

Oliveras Mutter erzählte ihm von der Weihe, nachdem er vor 22 Jahren in Japan zum Priester geweiht wurde. Seitdem ist er als Missionar tätig, nicht nur in Japan, sondern auch in China und der Mongolei.

Pater Olivera wurde vor 47 Jahren in Salamanca, Spanien, geboren. Er ist Priester des Neokatechumenalen Weges und seit 28 Jahren Missionar.

In einem Interview mit "Religión En Libertad" sagte Olivera, dass seine priesterliche und missionarische Berufung "nach und nach" wuchs, beeinflusst von einer Reihe von Missionaren und Katecheten, die im Haus seiner Familie wohnten. 

Er glaubt auch, dass die Gebete seiner Mutter eine Rolle gespielt haben.

"Sie hat mich der Muttergottes geweiht, auf dass ich Missionar in Asien werde. Ich wusste das nicht – sie verriet es mir erst nach meiner Weihe zur Priester in Takamatsu [Japan]".

Der Priester sagte, dass Japan seine schwierigste Aufgabe war, denn dort "fühlte man mehr Einsamkeit, sogar in einer Pfarrei", während China ihn sehr beeindruckte, da "das Volk viel Neugierde hat und wenn es dort auch Freiheit gäbe, wäre es erstaunlich".

Nach vier Jahren in der Mongolei sagt Pater Olivares, dass er die Aufgabe "wegen der Sprache, der Kälte, der Umweltverschmutzung, der Kultur und vor allem wegen all der rechtlichen Hindernisse, die wir haben und die viele sind", immer noch für schwierig hält.

Die katholische Kirche kam 1992 in die Mongolei, als drei Missionare des Unbefleckten Herzens Mariens ins Land geschickt wurden, nachdem die Demokratie und die Wahrung der Religionsfreiheit in der Verfassung des Landes verankert waren.

Später kamen weitere Gemeinden von Priestern und Ordensleuten sowie Laienmissionare hinzu. Heute gibt es etwas mehr als 1.200 Katholiken.

"Die Pfarreien sind in jeder Hinsicht jung, viele junge Menschen werden von der Kirche angezogen.... Wir haben bereits vor zwei Jahren den ersten mongolischen Priester geweiht und jetzt haben wir einen Diakon", erklärte Olivera.

Olivera arbeitet mit einem Team von Laienmissionaren und Familien auf dem Neokatechumenalen Weg zusammen. Er feiert jeden Tag die Messe, studiert Mongolisch und unterrichtet Japanisch in einer Gesellschaft, in der er versucht, "die Gelegenheit zu nutzen, über Gott zu sprechen, besonders durch Lieder". Er unterrichtet auch biblische Katechese in der örtlichen Gemeinde.

Bekehrungen sind nicht häufig, sagte er, aber er hat Menschen gesehen, die "sich der Kirche nähern, vor allem durch all die verschiedenen Sozialarbeiten, die durchgeführt werden - Hilfe für verarmte ältere Menschen, arme und verlassene Kinder".

"Ohne Zweifel zieht die Liebe, welche die Missionare zeigen, allmählich die Einheimischen an."

Als Beispiel erinnerte der Priester an einen jungen Mann, der "auf der Suche nach Gott in Schönheit war". Eines Tages betrat der Mann die katholische Kathedrale, wo er eine Gruppe älterer Frauen beim Beten sah. Von der Schönheit der Szene bewegt, beschloss der junge Mann, sich taufen zu lassen.

"Einige Leute denken, dass dieses Leben verrückt ist, aber ich wünsche es mir für mich selbst", sagte Olivera zu 'Religión en Libertad'.

"Wenn es ein wenig verrückter wird, umso besser, denn desto mehr sehen wir, dass es Gott ist, der dahintersteckt."

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