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Kardinäle äußern bei Konsistorium Vorbehalte gegen deutschen „Synodalen Weg“: Bericht

Kardinäle (Symbolbild)

Beim außerordentlichen Konsistorium, das Papst Leo XIV. für die vergangene Woche einberufen hatte, wurden einem Bericht zufolge tiefe Vorbehalte gegen Synodalität offengelegt. Vor allem der deutsche Synodale Weg gilt manchen Kardinälen weiterhin als problematischer Hintergrundfaktor.

Wie der Catholic Herald nach Gesprächen mit Mitgliedern des Kardinalskollegiums erfuhr, richtete sich die Kritik weniger gegen einzelne Strukturen als vielmehr gegen das synodale Grundverständnis selbst.

Ein hochrangiger afrikanischer Kardinal stellte fest, es gebe eine „Unsicherheit“ darüber, „was man im kanonischen Sinne unter einer Synode versteht“. Der Kardinal habe auf den Bruch mit der normalen Auffassung einer Synode als Versammlung von Bischöfen zur Beratung des Papstes verwiesen.

Die unter Papst Franziskus eingeführte Ausweitung auf Laien, Ordensleute und Priester sei „eine andere Ebene als das, was traditionell unter Synode verstanden wird“.

Besonders deutlich wurde die Kritik im Zusammenhang mit dem deutschen Synodalen Weg. Derselbe Kardinal erklärte wörtlich: „Ich würde auch sagen, dass die ganze Idee einer Synode über Synodalität etwas Fließendes ist. Sie befindet sich noch in der Entwicklung. Es ist noch nicht klar, wie weit sie gehen wird. Im Hintergrund steht immer, wenn wir über Synodalität sprechen, die deutsche Synode, der Synodale Weg, der Probleme verursacht.“

Auch warnte er vor einem undefinierten synodalen Prozess: „Es könnte zu einer Interessengruppe von Laien, Priestern, vielleicht sogar Bischöfen und Kardinälen werden, wie im Konsistorium vorgeschlagen wurde.“

Der deutsche Kardinal Gerhard Müller, ehemals Präfekt der Glaubenskongregation, unterstützte diese Linie und stellte fest: „Das neue System ist nicht normativ. Es handelt sich um eine Methode der Synoden, und ich denke, sie hilft dem Papst nicht als Bischof von Rom, sondern als Diözesanbischof.“

Ein weiterer nicht namentlich genannter Kardinal brachte die grundsätzliche Skepsis gegenüber dem neuen Stil auf den Punkt: „Dieser ganze synodale Stil macht für mich einfach keinen Sinn.“

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