Dem "Synodalen Weg" geht es "um die Ganzheit des Lebens", sagt Bischof Bode

Bischof Franz-Josef Bode
Bistum Osnabrück

Bischof Franz-Josef Bode von Osnabrück verteidigte den Synodalen Weg in seiner Predigt bei der Frühjahrs-Vollversammlung der deutschen Bischofskonferenz am Mittwoch. Es gehe "um mehr als um Machtverteilung, um mehr als nur Funktionieren, um mehr als nur formale Gerechtigkeit für Männer und Frauen, um mehr als nur sexuelle Beziehungen in der Geschlechtlichkeit der Liebe, sondern es geht um die Ganzheit des Lebens".

Ausgehend vom Tagesevangelium, wonach Jesus Christus "mehr" sei als der Prophet Jona, warnte Bode in Vierzehnheiligen davor, Gott mit einem Superlativ zu beschreiben. "Wenn wir im Superlativ sagen: 'Gott ist der Größte!', dann ist das richtig – und setzt doch irgendwie einen Schlusspunkt."

Stattdessen halte der Komparativ – das "mehr" oder auch der Satz "Gott ist größer als unser Herz" (1 Joh 3,20) – "dynamisch offen, weil es immer noch ein Mehr, ein Darüber hinaus gibt, weil sich immer noch neue Horizonte öffnen".

Das Größersein Gottes helfe dabei, "mit alledem umzugehen, was uns widerfährt, weil wir nichts zu Gott machen, was nicht Gott ist: weder die Pandemie, noch der Schrecken des Krieges. Weder die Lage der Kirche, noch unsere eigene Befindlichkeit. Weder unser eigenes Ich, noch unsere Sünde und Schuld. Auch nicht die Menschen und Dinge, an denen wir hängen. Weder die Vergangenheit, die uns nicht loslässt, noch die Zukunft, die wir erträumen, und auch nicht die Gegenwart, der wir oft fliehen möchten."

Bode ist seit 1995 Bischof von Osnabrück und seit 2017 stellvertetender DBK-Vorsitzender.

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