Vatikanstadt - Mittwoch, 2. April 2025, 14:15 Uhr.
Papst Franziskus betet im Monat April besonders mit Blick auf „den Gebrauch der neuen Technologien“. Das entsprechende Kurzvideo wurde am Montag veröffentlicht. „Beten wir, dass der Gebrauch der neuen Technologien nicht die menschlichen Beziehungen ersetzt, die Würde der Personen respektiert und hilft, uns den Krisen unserer Zeit zu stellen“, so der Pontifex laut den vom Weltweiten Gebetsnetzwerk des Papstes verbreiteten Intentionen.
„Wie sehr würde ich mir wünschen, dass wir weniger auf die Bildschirme und mehr in die Augen der anderen schauen!“, sagte der Pontifex in dem Video mit deutschen Untertiteln.
„Wenn wir mehr Zeit mit unseren Handys als mit Menschen verbringen, stimmt etwas nicht“, konstatierte der 88-jährige Papst, der seit anderthalb Monaten eine schwere und komplexe Atemwegserkrankung auskuriert. „Der Bildschirm lässt uns vergessen, dass es dahinter wirkliche Menschen gibt, die atmen, lachen und weinen.“
„Es stimmt, Technologie ist eine Frucht der uns von Gott geschenkten Intelligenz“, so Franziskus weiter. Sie müsse indes „gut genutzt werden. Sie darf nicht nur einigen wenigen zugutekommen, während andere ausgeschlossen werden.“
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Es gelte, die Technologie zu nutzen „um zu einen, nicht um zu spalten. Um den Armen zu helfen. Um das Leben von Kranken und Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Die Technologie nutzen, um für unser gemeinsames Haus Sorge zu tragen. Um uns als Brüder und Schwestern zu begegnen. Denn wenn wir einander in die Augen sehen, entdecken wir, was wirklich zählt: dass wir Brüder und Schwestern sind, Kinder desselben Vaters.“
„Beten wir, dass der Gebrauch der neuen Technologien nicht die menschlichen Beziehungen ersetzt, die Würde der Personen respektiert und hilft, uns den Krisen unserer Zeit zu stellen“, forderte der Papst.
Kardinal Michael Czerny SJ, der Präfekt des Dikasteriums für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen, bekräftige aus Anlass der Veröffentlichung des Videos, die neuen Technologien seien „eine wichtige Ressource und ein Werkzeug im Dienst der menschlichen Familie“.
Ihr Einsatz müsse allerdings „auf die Achtung und die Würde der grundlegenden Menschenrechte ausgerichtet sein, wenn sie in den Dienst der Entwicklung gestellt werden sollen. Schließen wir uns dem Appell des Heiligen Vaters an, damit der digitale Fortschritt zu einem Geschenk für die Menschheit wird, das die Würde jedes Menschen achtet und der Gerechtigkeit und dem Gemeinwohl dient.“