Redaktion - Montag, 19. Januar 2026, 7:00 Uhr.
Zwischen 2022 und 2025 flossen 63 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt an die International Planned Parenthood Federation (IPPF), obwohl die Bundesregierung erklärt, keine Organisationen zu fördern, die sich für ein „Recht auf Abtreibung“ einsetzen. Die Antwort auf eine Anfrage der AfD offenbart somit einen offenkundigen Widerspruch im Regierungshandeln.
Kurz vor Weihnachten hat sie eine schriftliche Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion mit einer klaren Aussage beantwortet: „Die Bundesregierung hat im Sinne der Fragestellung keine Maßnahmen im Ausland gefördert, die sich für ein Recht auf Abtreibung einsetzen.“
Wie das Online-Magazin Corrigenda berichtete, blieb diese Antwort jedoch nicht die einzige Stellungnahme im Rahmen der Großen Anfrage. Unmittelbar anschließend wollte die AfD Folgendes wissen: „In welcher Höhe erhielt die International Planned Parenthood Federation (IPPF) Zuwendungen aus dem Bundeshaushalt seit dem Jahr 2022?“
Die Antwort findet sich in der Bundestagsdrucksache 21/3319 und zeigt ein anderes Bild. Demnach überwies das Bundesentwicklungsministerium zwischen 2022 und 2025 insgesamt rund 63 Millionen Euro an die IPPF, die weltweit größte Abtreibungsorganisation. Die jährlichen Kernbeiträge beliefen sich auf 17 Millionen Euro im Jahr 2022, jeweils 15,5 Millionen Euro in den Jahren 2023 und 2024 sowie 15 Millionen Euro für 2025.
Das Bundesentwicklungsministerium steht unter der Leitung von Reem Alabali Radovan (SPD), die sich im vergangenen Jahr gemeinsam mit ihrer Partei für die Legalisierung von Abtreibungen in Deutschland eingesetzt hatte, was am Widerstand von Union, AfD und Teilen der FDP scheiterte.
Einerseits erklärt die Bundesregierung nun also, keine Organisationen zu fördern, die ein „Recht auf Abtreibung“ unterstützten, andererseits finanziert sie eine Organisation, die Abtreibung weltweit als Menschenrecht propagiert und praktisch umsetzt.
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Zusätzlich fließen hohe Summen an die IPPF-Mitgliedsorganisation Pro Familia über das Bundesfamilienministerium, was allerdings nicht Gegenstand der Anfrage war, die von der AfD-Vizefraktionsvorsitzenden Beatrix von Storch initiiert wurde.
Die IPPF und ihre Verbindungen zur Eugenik
1952 gründete die amerikanische Krankenschwester und Geburtenkontroll-Aktivistin Margaret Sanger die IPPF, die heute die weltweit größte Abtreibungsorganisation mit 150 Mitgliedsorganisationen in 146 Ländern ist.
Die Verbindung zwischen der IPPF und der Eugenik-Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts wird bis heute kontrovers diskutiert, da sie durch die Ansichten und Aktivitäten ihrer Gründerin belegt ist.
Margaret Sanger verfolgte das grundlegende eugenische Ziel, die Anzahl „ungeeigneter“ Menschen zu reduzieren. Dazu zählte sie Menschen, die geisteskrank, syphilitisch oder „Arme, Schwachsinnige, geistig und moralisch defiziente Personen“ waren, sowie „verantwortungslose“ Menschen, die unfähig waren, sich bei der Zeugung von Nachkommen zurückzuhalten.
Um die Zahl ungewünschter Kinder zu verringern, setzte Sanger zunächst auf Verhütungsmittel, was sie von der Mehrheit der Eugeniker unterschied, die Sterilisation bevorzugten.





