15.000 Menschen nehmen in Paris an Marsch für das Leben teil

„Marche pour la Vie“ am 18. Januar 2025 in Paris
screenshot / YouTube / Marche Pour La Vie

Rund 15.000 Menschen haben am Sonntag in Paris gegen die geplante Legalisierung der Euthanasie demonstriert. Der „Marche pour la Vie“, ähnlich dem deutschen Pendant „Marsch für das Leben“, fand wenige Tage vor einer entscheidenden Senatsdebatte statt und richtete sich direkt gegen das geplante Sterbehilfe-Gesetz von Präsident Emmanuel Macron.

Anders als die Veranstalter sprach die Polizei von 6.000 Teilnehmern, wie die Wochenzeitung „Die Tagespost“ berichtete.

Familien und junge Menschen sowie Priester und Ordensschwestern protestierten unter dem Motto „50 ans de lutte, 50 ans de fierté“ („50 Jahre Kampf, 50 Jahre Stolz“), das an den 50. Jahrestag des Veil-Gesetzes von 1975 zur Legalisierung der Abtreibung erinnerte.

Auf Transparenten standen Parolen wie „Die Würde, nicht der Tod!“ und „Pflegen, nicht töten!“. Macron hatte die Legalisierung der Beihilfe zum Selbstmord, von der Regierung als „Hilfe zum Sterben“ bezeichnet, als „Akt der Brüderlichkeit“ verteidigt.

Die Nationalversammlung verabschiedete im Mai 2025 einen entsprechenden Gesetzentwurf mit 305 gegen 199 Stimmen, während ein separates Gesetz zur Stärkung der Palliativmedizin nahezu einstimmig angenommen wurde.

Nun ist der Senat zuständig, der von konservativen und zentralistischen Kräften dominiert wird. Dort zeichneten sich erhebliche Vorbehalte ab. In der zuständigen Kommission wurde darüber diskutiert, das vorgesehene „Recht auf Sterbehilfe“ stark einzuschränken.

Am vergangenen Donnerstag positionierten sich die französischen Bischöfe erneut deutlich gegen die geplante Legalisierung der Euthanasie: „Sich auf ein Gesetz der Brüderlichkeit zu berufen, wenn es um das Töten geht, die Möglichkeit der Verabreichung einer tödlichen Substanz zu schaffen oder eine Pflegeperson dazu anzustiften, dies gegen ihr Gewissen zu tun, ist eine Lüge.“

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