Mary Ward-Schwestern verlassen Bensheim im Bistum Mainz

Kruzifix
padre josé / Unsplash

Nur noch bis zum 31. Juli ist die kleine Stadt Bensheim zwischen Darmstadt und Mannheim im Bistum Mainz Heimat für die Schwestern der Congregatio Jesu (Englische Fräulein), die allgemein nach ihrer Gründerin als Mary Ward-Schwestern bezeichnet werden. Wegen Überalterung wird die seit 1858 bestehende Niederlassung aufgegeben.

"Acht Schwestern zählt die Gemeinschaft, die Jüngste ist 64, die älteste 90 Jahre", berichtet die Mainzer Kirchenzeitung. Die Oberin, Sr. Heidrun Raabe, war erst vor zwei Jahren nach Bensheim gekommen – in eine Kommunität, der damals noch 18 Ordensfrauen angehörten.

"Zwar wussten wir, dass die Kommunität irgendwann aufgelöst wird", so die Oberin. "Wir dachten aber eher an einen Zeitraum von zehn Jahren."

Im Juni hatte die Congregatio Jesu die Auflösung des Standorts Bensheim offiziell bekanntgegeben, wobei die Schwestern schon lange vorher informiert waren.

"Wir schauen dankbar auf die vielen guten Jahre zurück, die unsere Mitschwestern in Bensheim verbracht haben", erklärte Raabe im Juni. "Und obwohl in Zukunft keine unserer Schwestern mehr hier leben wird, sind wir davon überzeugt, dass der Geist unserer Ordensgründerin Mary Ward auch weiterhin hier spürbar sein wird."

Bis heute bestehen der Liebfrauenkindergarten und die Liebfrauenschule in Bensheim, allerdings schon länger nicht mehr in Trägerschaft der Congregatio Jesu. Die Schule gehört derzeit noch zum Bistum Mainz, wird aber im nächsten Jahr vom Kolping-Bildungswerk Württemberg übernommen.

Im Juni hatten die Mary Ward-Schwestern auch das Kinder- und Jugendzentrum in Velbert aufgegeben.

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