Katholische Schulen in Bremen fordern bessere Finanzierung durch den Staat

Blick auf das Stadtzentrum von Bremen
Schulzff / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Die katholischen Schulen in Bremen – die Stadt gehört zum Bistum Osnabrück – haben in einem offenen Brief eine bessere Finanzierung durch den Staat gefordert. Der Zuschuss des Landes orientiere sich „nur an den Personalausgaben des Landes, nicht aber an vorhandenen Sachkosten“, beklagte das Schreiben.

„Laut statistischem Bundesamt betrugen die Ausgaben (Personal- und Sachkosten)“ pro Schüler im Jahr 2020 „in Grundschulen durchschnittlich 9.200 €, in Gymnasien 9.600 € und Oberschulen 11.700 €“, erläuterten die Unterzeichner. „Gemessen an diesen Zahlen beträgt die Refinanzierung des Landes an Grund- und Oberschulen nur etwa 40%, an Gymnasien ca. 50 %.“

Die Vertreter von vier Grundschulen und einer weiterführenden Schule, welche die Schulstiftung im Bistum Osnabrück in Bremen betreibt, forderten „eine Verbesserung der Refinanzierung der Schulen in freier Trägerschaft und damit eine Änderung im Privatschulgesetz“.

Gleichzeitig forderte das Schreiben, „eine Änderung in der Aufnahme-Verordnung für Oberschülerinnen (§ 10 Abs. 4 Sam 1 AufnVO), so dass unsere Grundschulen auch einer staatlichen Oberschule zugeordnet werden“. Derzeit seien die katholischen Grundschulen keiner Oberschule zugeordnet, weshalb eine wohnortnahe Schule nur möglich sei, „wenn nachrangig noch Schulplätze zur Verfügung stehen“.

Es sei der Wille der Schulstiftung, die Schulen in Bremen zu erhalten, was aber wegen sinkender Kirchensteuereinnahmen und einer damit einhergehenden Neuausrichtung der Diözese Osnabrück gewisse Schwierigkeiten mit sich bringe. Ein „hohes Schulgeld“ stehe dabei „nicht mit unserem Selbstverständnis im Einklang“.

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