Kardinal Marx feiert Muttergottes als Patronin von Bayern

Kardinal Reinhard Marx im Gespräch mit Journalisten am letzten Tag der Tagung zum Thema "Jugendschutz in der Kirche" am 24. Februar 2019 in Rom.
Daniel Ibanez / CNA Deutsch

Zum Auftakt des der Muttergottes besonders geweihten Monats Mai hat Kardinal Reinhard Marx erklärt, Maria spiele eine besondere Rolle im Christentum: „Wir wollen bei der Verwandlung der Welt in ein Fest der Eucharistie dabei sein, und diesen Weg geht Maria mit uns und hilft uns, die Augen, die Ohren und das Herz für die österliche Wirklichkeit des angebrochenen Reiches Gottes zu öffnen.“

Der Erzbischof von München und Freising predigte am Montag in der Kirche Maria Patrona Bavariae in Oberschleißheim. „Dass wir das Fest der Patrona Bavariae in Bayern feiern, ist kein Privileg, sondern ein Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums“, sagte der Kardinal.

Marx ging auf zwei Aspekte des Festes der Patrona Bavariae, der Patronin Bayerns, näher ein.

„Das eine ist die Sehnsucht nach Frieden“, so der Kardinal, denn in der lauretanischen Litanei werde Maria als Königin des Friedens bezeichnet. „Wir wollen uns der Gottesmutter in diesem Jahr besonders mit der Bitte um Frieden anvertrauen“, sagte Marx.

„Wenn Jesus der Sohn Gottes ist, dann ist er der Bruder aller Menschen und Maria ist die Mutter aller Menschen, an die wir uns wenden können auf der Suche nach Geborgenheit, Heimat, Trost, Vergebung, Versöhnung und Frieden“, erklärte Marx. Dies sei nicht etwas „Katholisch-Absonderliches, sondern gehört zum neuen Testament dazu“.

Der zweite Aspekt sei, dass es „in einer Welt, die so zwischen den Interessen der Länder, der Kulturen und Religionen zerrissen ist“, „den Vater aller Menschen gibt und wir deswegen eine gemeinsame Menschheitsfamilie sind“.

Mit Blick auf den Ersten Weltkrieg, innerhalb dessen das Fest der Patrona Bavariae eingeführt wurde, sagte Marx: „Getaufte Christen haben sich auf den Schlachtfeldern gegenseitig massakriert.“ Dabei sei deutlich geworden, dass sich die Menschen mit ihrem Schrei nach Frieden an die Muttergottes wenden können, betonte der Kardinal.