Dankbar für „lebendigen Glaubensort“: Administrator Bredeck eröffnet Wallfahrt in Werl

Monsignore Michael Bredeck
Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn

Der Paderborner Diözesanadministrator Michael Bredeck hat am Montag die Wallfahrtssaison in Werl eröffnet. Dabei zeigte er sich „sehr dankbar, dass es diesen lebendigen Glaubensort in unserem Bistum gibt und Ihnen allen, dass Sie heute hier sind“.

Das Wallfahrtsmotto „Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ stand im Zentrum der Predigt von Bredeck, der seit dem Rücktritt von Bischof Hans-Josef Becker für die Verwaltung der Erzdiözese Paderborn zuständig ist.

Das Christentum weiche der Angst nicht aus. Sie solle „uns nicht lähmen“, betonte Bredeck, „so dass wir untergehen“. Darum gehe es im Evangelium über Petrus, der Jesus auf dem See wandelnd auf sich zukommen sehe, ihn nachahmen wolle, aber unterzugehen drohe.

„Das Bild vom Untergehen kann ein Bild für die Situation vieler einzelner auch glaubender Menschen sein“, erläuterte Bredeck. Für viele Menschen gelte in solchen Situationen: „Wir nehmen den Mund voll, damit nicht herauskommt, dass wir Angst haben und manchmal auch innerlich leer sind.“

„Und doch sehnen wir uns nach etwas ganz Anderem und wollen wie Petrus übers Wasser gehen, um unsere Angst zu überwinden, um ihr die Macht zu nehmen“, so der Diözesanadministrator. „Das Evangelium heute ist deshalb so wichtig, weil es uns zuruft: Bitte vertraut darauf, dass ihr nicht untergehen müsst, sondern glaubt daran, dass auch in den schweren Krisen persönlicher, gesellschaftlicher und kirchlicher Art immer ein Gang auf dem Wasser möglich ist.“

Maria könne in einer solchen Lage helfen, denn als Vorbild der Liebe und Trösterin wolle sie das große Geschenk bringen, das mit Jesus da ist: Liebe, seinen Frieden, seine Freude, sein „Fürchtet euch nicht. Ihr müsst keine Angst vor dem Leben und dem Tod haben.“

„Die Werler Wallfahrt möchte uns helfen, dieser Wahrheit immer tiefer zu vertrauen“, ermutigte Bredeck die Gläubigen. „So wie Werl ziemlich in der Mitte unseres großen Erzbistums liegt, so ist dieses ‚Ich bin es – fürchtet euch nicht‘ der Mittelpunkt der Kirche: Dies zu verkünden, dies zu bezeugen, dies wirklich vertraut zu machen, dazu gibt es die Kirche, gibt es das Erzbistum, gibt es das Engagement hier in der Werler Wallfahrt.“