Ökumene in Deutschland: EKD steigt aus "Woche für das Leben" aus

Babyschuhe
Janko Ferlič / Unsplash (CC0)

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will Medienberichten zufolge aus der "Woche für das Leben" aussteigen. Ein entsprechender Beschluss soll bereits in der vergangenen Woche gefällt worden sein.

Die jährlich stattfindende Veranstaltung lief seit 1994 als Projekt der Katholischen Kirche und der EKD mit dem selbsterklärten Ziel, für den Schutz des menschlichen Lebens eintreten — zuletzt etwa zu Themen wie Demenz und Sterben. 

Die deutsche Bischofskonferenz teilte am Montag mit, man bedauere den Ausstieg der EKD.

Pressesprecher Matthias Kopp sagte gegenüber der KNA: "Wir sind traurig, dass eine der ältesten ökumenischen Initiativen in Deutschland, die sich seit fast 30 Jahren als wichtiger Beitrag zur Bewusstseinsbildung für den Wert und die Würde des menschlichen Lebens einsetzt, für die EKD keine Relevanz mehr hat."

Der Schutz des Lebens ist in Deutschland aktuell ein relevantes Thema: Eine Änderung des deutschen Abtreibungsgesetzes, bekannt als Paragraph 218, zeichnet sich ab, denn eine Kommission prüft für die derzeit regierende Ampel-Koalition die juristischen Umstände und ethischen Bedenken einer Abschaffung.

Gruppen wie die mit dem weltgrößten Abtreibungsanbieter Planned Parenthood verbündete "Pro Familia" fordern, dass Abtreibung erlaubt und der Paragraph 218 abgeschafft werden soll.

Aus katholischer Sicht ist eine Abtreibung die unerlaubte Tötung eines ungeborenen Kindes. 

 

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