Neuer Altar in der Krypta des Paderborner Doms geweiht

Der Paderborner Dom.
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Der Paderborner Weihbischof Matthias König hat am Sonntag den neuen Altar in der Krypta des Hohen Doms geweiht und die Reliquien des heiligen Liborius wieder an ihren traditionellen Aufbewahrungsort – die Krypta – zurückgebracht. Die Reliquien befinden sich unter dem Altar.

„Die Glaubenskraft der Botschaft Christi, für die Liborius eingetreten ist, das Zeugnis seines Lebens als Priester, Bischof und Fürsprecher – von hier steigt es jetzt wieder empor: in den Dom, in die Stadt, ins Erzbistum, zu den Menschen“, erklärte König in seiner Predigt. Derzeit hat Paderborn keinen Erzbischof, nachdem Papst Franziskus im Oktober 2022 das Rücktrittsgesuch von Hans-Josef Becker annahm.

König sagte, Liborius sei immer auch ein „Wanderer“ gewesen. So seien auch die Reliquien an verschiedenen Orten im Dom aufbewahrt worden: „Die ‚Wanderschaft‘ des heiligen Liborius durch unseren Dom ist Spiegel seiner Verehrung.“

Es sei den Gläubigen des neugegründeten Missionsbistums Paderborn vor rund 1.200 Jahren wichtig gewesen, den Leib eines „erprobten“ Heiligen bei sich zu wissen: „Seine Präsenz war überlebenswichtig für die junge Kirche von Paderborn. Seit 836 tritt er bei Gott für uns ein.“

Der neue Altar in der Krypta zeige: „Eine Vertiefung erinnert an den Grund, auf dem hier seit über 1.200 Jahren Menschen beten, vertrauen, den Heiligen verehren und sich mit der Gemeinschaft der Heiligen in der Eucharistie um Christus versammeln.“

Schließlich mahnte er: „Was wir hier an Kraft bekommen, sollen wir in die Welt tragen – ganz so, wie es Liborius im Leben und nach seinem Tod getan hat und immer noch tut.“