„Eklatante Mängel“: Eichstätter Klosterkirche St. Walburg muss renoviert werden

Kloster St. Walburg in Eichstätt
Friedhelm Dröge / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 DE)

Die Kloster- und Wallfahrtskirche St. Walburg in Eichstätt muss dringend renoviert werden. „Bei einer statischen Untersuchung des Dachstuhls wurden eklatante Mängel festgestellt“, erklärte das Bistum Eichstätt am Mittwoch.

„Laut Ulrike Buller-Lörsch vom Staatlichen Bauamt Ingolstadt wurde die Konstruktion von den Erbauern an wichtigen Stellen nicht stark genug dimensioniert“, so das Bistum. Buller-Lörsch sagte: „Über die Jahrhunderte wurde zwar immer mal wieder versucht, den Fehler zu korrigieren. Aber Stand jetzt ist: Die Sanierung ist zwingend erforderlich, um im schlimmsten Fall den Zusammenbruch zu verhindern.“

Man werde am Dachstuhl selbst sowie an der Fassade, Fenstern und Außentüren arbeiten müssen. Zudem werde es zu Natursteinarbeiten und Schlosserarbeiten kommen.

Die Arbeiten sollen fast 2,7 Millionen Euro kosten. „Die Finanzierung trägt zum überwiegenden Teil der Staat, da er für die Baulast verantwortlich ist“, betonte das Bistum. „Der Anteil der Kirchenstiftung von St. Walburg beläuft sich nach derzeitigem Stand auf 171.000 Euro. Die Diözese Eichstätt beteiligt sich daran gemäß den diözesanen Bauregeln mit einem Sockelzuschuss in Höhe von 42.750 Euro. Es wird bei allen Gewerken versucht, möglichst regionale Betriebe zu gewinnen.“

Während der Sanierung, die bis Herbst 2024 andauern soll, werde die Kirche geöffnet bleiben, ebenso die Gruft zum Grab der heiligen Walburga.

Die Klosterkirche St. Walburg ist Heimat der Benediktinerinnen. Die heutige Kirche wurde im 17. Jahrhundert in barocker Form erbaut. Schon im 9. Jahrhundert befand sich an derselben Stelle eine Kirche, welche die Gebeine der heiligen Walburga, die im 8. Jahrhundert starb, beherbergte.