Bischof Meier über Künstliche Intelligenz, Kriegsführung und Weltfriedenstag

Bischof Bertram Meier
Pressestelle Bistum Augsburg / Annette Zoepf

Der Weltfriedenstag der katholischen Kirche am 1. Januar 2024 steht im Zeichen eines brisanten Themas: „Künstliche Intelligenz und Frieden“. Wie Bischof Bertram Meier von Augsburg betont, rückt Papst Franziskus die ethische Bedeutung der Künstlichen Intelligenz (KI) in den Fokus, um die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen im Kontext des Weltfriedens zu beleuchten, aber auch der aktuellen Konflikte.

In seiner Botschaft zum Weltfriedenstag hebt Papst Franziskus die dringende Notwendigkeit hervor, die Entwicklung und den Einsatz von KI verantwortungsvoll zu steuern. „Die Technologien der künstlichen Intelligenz haben einen schnell wachsenden Einfluss auf die menschlichen Aktivitäten, das persönliche und soziale Leben, die Politik und die Wirtschaft“, erklärte der Vatikan, und betonte dabei die Rolle der KI in der Förderung von Gerechtigkeit und Frieden weltweit​​.

Bischof Meier von Augsburg, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der deutschen Bischofskonferenz, griff die Thematik auf und unterstrich, dass die KI „längst Teil der modernen Kriegsführung“ sei und auch in der Konfliktforschung zunehmend an Einfluss gewinne. Er erinnerte an die vom Papst angeführten Kriterien für die Anwendung von KI: Menschenwürde und Geschwisterlichkeit. Diese müssten sich in Gesetzen, Richtlinien und Standards niederschlagen, um sicherzustellen, dass KI zur „Sache des Friedens“ und zur „Verbesserung der Lebensqualität der gesamten Menschheit“ beiträgt​​.

Franziskus betonte die Bedeutung eines offenen Dialogs über die neuen Technologien, die mit disruptiven Möglichkeiten und ambivalenten Auswirkungen einhergehen. Der Papst rief dazu auf, die ethische Reflexion auf den Bereich der Bildung und des Rechts auszudehnen und mahnte zur Wachsamkeit, um sicherzustellen, dass die technologische Entwicklung den Frieden weltweit fördert​​.

Der Weltfriedenstag, eingeführt 1968 von Papst Paul VI., bietet jedes Jahr am 1. Januar eine Plattform für die Kirche, um wichtige gesellschaftliche und globale Themen anzusprechen.

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