Wer ist Mama Antula? Papst Franziskus spricht argentinische Ordensfrau heilig

Bildnis von Maria Antonia de Paz y Figueroa bei der Heiligsprechung am 11. Februar 2024 im Petersdom
Daniel Ibáñez / CNA Deutsch

Papst Franziskus hat am Sonntag im Petersdom die argentinische Ordensfrau Maria Antonia de Paz y Figueroa heiliggesprochen. Es handelt sich um die erste in Argentinien geborene Heilige der Kirche.

„Dank der Exerzitien von Jesus ‚berührt‘, hat sie inmitten von materiellem und moralischem Elend unter unzähligen Schwierigkeiten alles gegeben, damit viele andere dieselben Erfahrungen machen konnten“, sagte der Pontifex am Ende seiner Predigt über die neue Heilige.

Mama Antula“, wie sie genannt wurde, habe „Tausende von Menschen einbezogen und Werke gegründet, die heute noch lebendig sind. Von Herzen friedfertig, ging sie mit einem großen Holzkreuz ‚bewaffnet‘ umher, mit einem Bildnis der Schmerzensmutter und mit einem kleinen Kruzifix, das sie um den Hals trug und an dem ein kleines Jesuskind hing. Sie nannte es ‚Manuelito‘, der ‚kleine Gott-mit-uns‘.“

„‚Berührt‘ und ‚geheilt‘ vom ‚kleinen Gott der Kleinen‘, verkündete sie ihn ihr ganzes Leben lang, ohne müde zu werden, weil sie überzeugt war, wie sie gerne sagte, dass ‚Geduld gut ist, aber Beharrlichkeit besser‘“, führte Papst Franziskus aus. „Ihr Beispiel und ihre Fürsprache mögen uns helfen, nach dem Herzen Gottes in der Liebe zu wachsen.“

Die Begriffen „Berühren“ und „Heilen“ standen auch im Zentrum der gesamten Predigt.

Der Weg Jesu Christi sei ein Weg „der Liebe, die denen nahe sein will, die leiden, die den Kontakt sucht und ihre Wunden berührt“, erklärte Franziskus. „Unser Gott, liebe Brüder und Schwestern, ist nicht weit weg im Himmel geblieben, sondern ist in Jesus Mensch geworden, um unsere Armut zu berühren.“

„Und angesichts der schwersten ‚Lepra‘, nämlich der Sünde, ist er nicht davor zurückgeschreckt, am Kreuz zu sterben, außerhalb der Stadtmauern, verstoßen wie ein Sünder, um unsere menschliche Wirklichkeit bis zum Letzten zu berühren“, erinnerte er.

Das „Berühren“ sei sodann „der Beginn der Heilung“, leitete der Papst zum zweiten Begriff über. „Denn indem wir uns von Jesus berühren lassen, werden wir in unserem Inneren, in unserem Herzen geheilt. Wenn wir uns von ihm im Gebet und in der Anbetung berühren lassen, wenn wir ihn durch sein Wort und die Sakramente in uns wirken lassen, dann verändert uns seine Berührung wirklich. Sie heilt uns von der Sünde, befreit uns von Verschlossenheit, verwandelt uns über das hinaus, was wir allein mit unseren eigenen Anstrengungen tun können.“

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