(Update) Neuer Anschlag auf Christen in Ägypten: Mindestens 23 Tote

Koptische Kirche in Ägypten (Referenzbild)
Emiliy Alhadeff via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

(Drittes Update,  16:55 Uhr mit Reaktionen) Mindestens 26 Tote, darunter Kinder, sowie gut zwei Dutzend Verletzte: Das ist die blutige Bilanz eines Angriffs auf einen Bus-Konvoi christlicher Pilger im ägyptischen Minya.

Das ägyptische Innenministerium und lokale Medien berichten, dass drei Geländewagen mit etwa 10 bewaffneten Kämpfern die Busse anhielten und dann das Feuer auf die Christen eröffneten. 

Die Pilger waren auf dem Weg in das Kloster Anba Samuel nahe der Stadt Minya, rund 250 Kilometer südlich von Kairo, berichtete "Haaretz".

Bislang hat sich keine Gruppe zu dem Massaker bekannt. 

Ägyptens Präsident Abdel Fattah el-Sisi berief ein Sicherheitstreffen.

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Im April ermordeten IS-Anhänger bei zwei separaten Bombenanschlägen auf koptische Kirchen mindestens 44 Menschen. Wenige Wochen später versuchten IS-Kämpfer einen Angriff auf das berühmte Katharinen-Kloster auf dem Sinai.

Etwa zehn Prozent der rund 92 Millionen Einwohner Ägyptens sind koptische Christen. Sie werden diskriminiert, unterdrückt und immer wieder Opfer von Angriffen radikaler Muslime.

Verbündete des Islamischen Staats haben in den vergangenen Tagen mehrere Terror-Angriffe verübt, darunter im englischen Manchester und auf die Stadt Marawi in den Philippinen.

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Das Blutbad sorgte weltweit für Entsetzen. Zahlreiche Bischöfe und Regierungsvertreter verurteilten den Anschlag. Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Kardinal Reinhard Marx von München und Freising, teilte mit.

"Die Nachricht hat mich tief erschüttert. Meine Gebete und Gedanken sind bei den Menschen, die ihr Leben verloren haben, bei allen Verletzten und den Angehörigen. Im Namen der Deutschen Bischofskonferenz und der katholischen Gläubigen in Deutschland möchte ich allen koptischen Christen und Papst Tawadros II., dem Oberhaupt der Koptisch-Orthodoxen Kirche, mein tief empfundenes Mitgefühl aussprechen.

(...) Diese nicht enden wollende Gewalt gegen die christliche Minderheit macht fassungslos. Sie muss mit allen legitimen Mitteln gestoppt werden."

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